Rastede - Eine vermeidbare Niederlage kassierten die Basketballer des VfL Rastede. Der Tabellendritte der Oberliga unterlag auswärts beim SC Rasta Vechta II knapp mit 70:73 (44:33). „Man muss sagen, dass das wirklich eine dumme Niederlage war, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. Wir haben in der entscheidenden Phase eine Reihe von individuellen Fehlern gemacht“, ärgerte sich Rastedes Headcoach Lars Fischer.

Dabei kontrollierten die Rasteder die Begegnung fast über die gesamte Spiellänge. Gegen ein junges Rasta-Team nutzten die Ammerländer zu Beginn ihre körperliche Überlegenheit aus und führten nach dem ersten Viertel bereits mit 14:29. „Vechta hat versucht, sehr viel Druck in der Verteidigung auszuüben. Wir haben es am Anfang aber gut verstanden, diesen Druck zu überspielen“, so Fischer. Zur Halbzeit führte der VfL mit 44:33. Den Vorsprung verwalteten die Ammerländer auch bis in die Schlussminuten.

Drei Minuten vor Ende der Partie lag Rastede noch mit neun Zählern in Führung. In der Schlussphase hatten die Gastgeber, begünstigt durch Rasteder Fehler in der Verteidigung, jedoch ihre beste Phase. Angeführt von Topscorer Pavao Blacevic (30 Punkte) kam Vechta zu einem 14:2-Lauf und drehte somit die Partie in den letzten Minuten. Blacevic traf innerhalb dieser Phase gleich drei Dreipunktwürfe. Die müden Rasteder hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen.

„Vechta hat über die gesamte Partie den Druck, mit dem wir am Anfang so gut umgegangen sind, hochgehalten. Am Ende fehlte uns etwas die Kraft. Dennoch resultiere Vechtas Lauf – vor allem aus unseren eigenen Fehlern. Die Würfe muss Vechta erstmal treffen, jedoch haben wir es ihnen viel zu leicht gemacht“, fasste Fischer die schwache Schlussphase zusammen und fügt hinzu: „Wir wussten aus dem Hinspiel, dass sich bei Vechta vieles in den entscheidenden Momenten um Blacevic dreht. Trotzdem haben wir es nicht geschafft, ihn zu stoppen.“ Auf Rasteder Seite war erneut Jonas Borschel (18) bester Werfer. Ebenfalls zweistellig punkteten Christoph Müller (12) und Till Koopmann (10).

Die Chance, es zum Saisonabschluss besser zu machen, haben die Rasteder an diesem Sonntag. Um 16 Uhr ist Bremen 1860 zu Gast in der Residenzstadt.