Rastede - Buntes Karnevalstreiben am Rosenmontag: Für die mehr als 500 Mädchen und Jungen der Jahrgänge 5 und 6 an der Kooperativen Gesamtschule Rastede ist die große Karnevalsfeier in der Mehrzweckhalle Feldbreite Jahr für Jahr ein besonderer Höhepunkt im Schulleben. In diesem Jahr wurde daraus wegen der anhaltenden Corona-Pandemie allerdings nichts. Die Schüler sind im Homeschooling, ein Bewegungsparcours in der Sporthalle ist in diesen Tagen undenkbar.
Die Rastederin Saskia Duin-Lay sorgte am Montag trotzdem dafür, dass bei den Fünft- und Sechstklässlern ein bisschen Karnevalsstimmung aufkam. „Rosenmontag mal digital“, schrieb die Lehrerin unserer Redaktion. Insgesamt nahmen rund 200 Schüler an einer Rosenmontags-Videokonferenz teil.
Tanzen vorm Bildschirm
„Ich habe mir dafür extra ein Programm ausgedacht“, erzählt Saskia Duin-Lay, die in den vergangenen Jahren auch die Feier in der Mehrzweckhalle organisierte. „Wir haben versucht, eine Polonaise zu machen und haben den Jerusalema-Tanz getanzt, der gerade so beliebt ist“, berichtet die Lehrerin. Auch zu „Macarena“ wurde getanzt, außerdem bereiteten die Schüler sich fruchtige Cocktails mit Zuckerrand zu und spielten Bingo – alles vor dem heimischen Computerbildschirm.
„Mir ging es darum, den Schülern ein bisschen Abwechslung zu bieten“, erzählt Saskia Duin-Lay. Für 10 Uhr lud sie die Schüler zur Karnevals-Videokonferenz ein. „Meine Kollegen habe ich gebeten, den Schülern für diesen Zeitraum freizugeben“, sagt sie. Gut 200 Schüler nahmen das Angebot an. „Viele waren froh, einen Anreiz zu haben, sich zu verkleiden“, berichtet Saskia Duin-Lay, die selbst mit gutem Beispiel voranging und sich als Clown kostümiert hatte.
Da die Schüler beim Homeschooling viel vor dem Computer sitzen und die Bewegung auf dem Schulhof fehlt war es der Lehrerin wichtig, für Bewegung zu sorgen. Neben den Tanzeinlagen gehörten dazu auch Aufgaben, die innerhalb einer bestimmten Zeit zu erledigen waren.
Abwechslung bieten
Dass eine solche Karnevalsfeier nicht den Trubel und das gemeinsame Erlebnis in der Sporthalle ersetzen kann, ist Saskia Duin-Lay freilich klar. Aber für die Kinder sei die Videokonferenz eine willkommene Abwechslung gewesen.
