Rastede - Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede sollen im Februar kommenden Jahres beginnen. Das teilte jetzt die Gemeindeverwaltung mit. Die Auftragsvergabe für zunächst sechs Gewerke habe der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt rund 1,55 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2022 sollen dann die Arbeiten für den Innenausbau ausgeschrieben werden.
Konkret geht es um die Erweiterung des 2019 eingeweihten Anbaus an der Wilhelmstraße. Dieser wird in gleicher Bauweise um rund 26 Meter verlängert. Der neue Gebäudeteil wird dem äußerst energieeffizienten Passivhaus-Standard entsprechen und sechs zusätzliche Unterrichtsräume bieten, so die Gemeindeverwaltung.
Größerer Raumbedarf
Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf insgesamt rund 3,8 Millionen Euro, nach Abzug der Fördergelder verbliebe ein Eigenanteil der Gemeinde von etwa 2,9 Millionen Euro. „Die nun beauftragten Leistungen umfassen neben Erdarbeiten und erweiterten Rohbauarbeiten auch Stahl-, Metallbau- und Verglasungsarbeiten sowie Zimmer- und Dachdeckungsarbeiten“, berichtet Arnd Witte vom Fachbereich Hochbau der Gemeinde Rastede.
Durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren und veränderte Anforderungen im Zusammenhang mit der Inklusion war der Raumbedarf an der Kooperativen Gesamtschule gewachsen. 2019 war deshalb bereits der Erweiterungsbau an der Wilhelmstraße eingeweiht worden. Das zweigeschossige Gebäude bietet Platz für fünf Klassenzimmer, Sanitäranlagen und weitere Räume.
Dieser Erweiterungsbau wird nun noch einmal vergrößert. In einem weiteren massiven Anbau werden sechs zusätzliche Unterrichtsräume entstehen – vor allem für die Fächer Mathematik und Informatik sowie den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Die Fertigstellung dieses Anbaus in Passivhaus-Bauweise ist für Herbst 2023 vorgesehen, hatte Rastedes Bürgermeister Lars Krause Anfang dieses Jahres berichtet.
Neues Röntgengerät
Darüber hinaus kommt eine weitreichende Erneuerung der Ausstattung für den Physikunterricht noch in diesem Jahr zum Abschluss, teilt die Verwaltung weiter mit.
Nachdem zuvor bereits knapp 143 000 Euro vor allem in Equipment für verschiedene Versuche geflossen sind, gab der Verwaltungsausschuss nun auch grünes Licht für die Anschaffung eines Röntgengeräts. Die Kosten belaufen sich inklusive Rollwagen und Zubehör auf insgesamt knapp 30 000 Euro.
Aus Sicherheitsgründen (Strahlenschutz) wird das Gerät nur von Lehrpersonal bedient, die Schülerinnen und Schüler können die demonstrierten Abläufe jedoch auf Bildschirmen verfolgen. „Das Röntgengerät wird für zahlreiche abiturrelevante Versuche benötigt, soll aber auch für die Sekundarstufe 1 genutzt werden“, sagt Sabine Meyer, Leiterin des zuständigen Fachbereichs bei der Gemeinde Rastede.
