Rastede - „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt Tanja Maichrzak. Die Vorsitzende des Ortsvereins Loy-Barghorn und ihre Vorstandskolleginnen hätten sich daher um so mehr gefreut, als am Sonntagabend fest stand: Die Erntekrone des Ortsvereins wurde von den Besuchern des Rasteder Herbstmarktes zur schönsten Krone gewählt.
330 Stimmen wurden im Laufe des Wochenendes für die Erntekrone der Loyer und Barghorner abgegeben. Die Prämierung erfolgte zum Abschluss des Herbstmarktes auf dem Kögel-Willms-Platz. Holger Piwowar, Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, die den Markt organisiert hatte, und der stellvertretende Bürgermeister Kai Küpperbusch gratulierten den Siegern und überreichten kleine Präsente. „Glücksfee“ Jonna ermittelte unter allen Teilnehmern an der Abstimmung zudem drei Personen, die sich nun über einen Geschenkkorb freuen dürfen.
Drei Erntekronen
Insgesamt waren drei Erntekronen präsentiert worden, die zuvor in den Ortsvereinen gebunden worden waren. Der zweite Platz ging an den Ortsbürgerverein Bekhausen, Heubült, Rastederberg, Wapeldorf. Auf die Krone aus den vier Dörfern im Rasteder Norden entfielen 300 Stimmen. 137 Stimmen sammelte der Ortsbürgerverein Nethen für seine Erntekrone.
Nach längerer Pause waren erstmals im vergangenen Jahr wieder Erntekronen auf dem Rasteder Herbstmarkt gezeigt und prämiert worden. Die Erntekrone aus Loy-Barghorn wird nun ins Rasteder Rathaus einziehen und dort aufgehängt. Dazu wird am Donnerstagnachmittag eine Delegation des Ortsvereins erwartet. Die Krone wird dann im Eingangsbereich aufgehängt und dort über mehrere Wochen verbleiben. „Unsere Krone war noch nie im Rathaus“, freut sich Tanja Maichrzak. In der Vergangenheit hatte nämlich der Ortsbürgerverein Nethen sozusagen ein „Dauerabo“ auf die schönste Erntekrone und durfte diese im Rathaus aufhängen.
Saisonal dekoriert
Bevor in Loy die Erntekrone gebunden wurde, stand zunächst das Getreideanmähen wie in vergangenen Zeiten auf dem Programm. Im Juli kamen dazu rund 70 Helfer auf das Feld, berichtet Tanja Maichrzak. Im September trafen sich dann rund 40 Personen bei Lea Stigge und Michael Brumund zum Binden der Krone. „Wir haben unsere Krone dieses Mal mit Maiskolben, Kürbissen und Äpfeln aufgehübscht“, erzählt Tanja Maichrzak. Früher sei die Krone meist nur mit Schleifen dekoriert worden. Präsentiert wurde die Erntekrone aus Loy-Barghorn im Vorfeld des Herbstmarktes bereits zum Erntedankgottesdienst in der St.-Marien-Kirche in Rastede. Außerdem hing sie im Saal des Gasthofs zu Loyerberg, als dort kürzlich die Ernteabschlussparty gefeiert wurde.
Holger Piwowar von der Residenzort Rastede GmbH hofft nun, dass es im nächsten Jahr gelingen wird, noch mehr Erntekronen aus den Rasteder Bauerschaften auf dem Herbstmarkt zu präsentieren. Darüber hinaus will er versuchen, den Markt noch lokaler zu machen. „Im Rasteder Herbstmarkt soll auch Rastede stecken“, sagte er am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. So wolle man sich von anderen Märkten absetzen und ein Alleinstellungsmerkmal bieten.
Lokale Produkte
Einen ersten Vorstoß hatte Piwowar zusammen mit drei Rasteder Gastronomen bereits in diesem Jahr unternommen. Das Basta, das Rasteder Hausbräu und das Wapeldörper Schoolbeer bestückten ein neues kulinarisches Viertel auf dem Herbstmarkt. Dieses Angebot soll im kommenden Jahr ausgebaut werden, so dass noch mehr lokale Produkte angeboten werden können.
