Edewecht - Wie es zu dem Brand kam, steht noch nicht fest, der rund 150 Feuerwehrleute in Atem hielt. Der Sachschaden dürfte beträchtlich sein, aber Verletzte gab es glücklicherweise nicht: Das war am Sonntagnachmittag die Lage an der Hauptstraße in Edewecht.

In einem Reetdachhaus war in der Mittagszeit ein Feuer ausgesprochen, meterhoch schlugen die Flammen aus dem Dach.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren nach Angaben von Jens Gerdes, stellvertretender Pressesprecher der Ammerländer Feuerwehren, neun Menschen in dem Gebäude. Sie konnten jedoch alle rechtzeitig und unverletzt ins Freie flüchten.

Schwierig stellte sich die Brandbekämpfung dar, weil an das brennende Reetdachhaus weitere Gebäudetrakte mit Wohn- und Geschäftsräumen angebaut waren sowie eine Werkstatt für Fahrzeug- und Anhängerbau, wo zahlreiche Chemikalien lagerten.

Durch einen sogenannten „erweiterten Riegel“ ging es darum, das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäudeteile zu verhindern. Deshalb waren neben vielen Einsatzkräften aus der Gemeinde Edewecht und anderen Teilen des Landkreises Ammerland auch die beiden Drehleitern aus Elmendorf und Oldenburg im Einsatz.

Bilder aus der Luft wurden von der Drohnengruppe der Ammerländer Feuerwehren geliefert. Das half, um mit Hilfe der Wärmebildkamera in der Drohne zu erkennen, wo sich weitere Glutnester im brennenden Gebäude befanden.

Der mit Reetdach gedeckte, brennende Gebäudekomplex stellte für die Feuerwehren auch deshalb eine Herausforderung dar, weil das dicht gepackte Reet dem Feuer immer wieder neue Nahrung bot. Durch das Löschwasser konnten die Flammen nicht vollständig eingedämmt werden, so dass das Gebäude kontrolliert abgebrannt werden musste. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Wegen des Brandes war die Hauptstraße in Edewecht vom Ortseingang bis zum Combi-Markt über Stunden gesperrt. Der Brandort wurde später an die Polizei übergeben, dessen Brandermittler werden nach der Ursache für das Feuer suchen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede