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Grundsteuer-Reform Es fehlen noch 33.000 Grundsteuererklärungen im Ammerland

Tobias Klein (rechts) vom Finanzamt bei der Arbeit: Er erklärt einem Grundstücksbesitzer die Grundsteuererklärung.

Tobias Klein (rechts) vom Finanzamt bei der Arbeit: Er erklärt einem Grundstücksbesitzer die Grundsteuererklärung.

Jan-Michael Heimann

Ammerland/Westerstede - Erst knapp die Hälfte der einzureichenden Grundsteuererklärungen aus dem Ammerland sind bisher beim Finanzamt in Westerstede eingegangen. Das teilt der zuständige Sachgebietsleiter auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Stand 1. Januar lagen der Behörde 32 000 Erklärungen von Wohnungs- und Grundstücksbesitzern vor. Etwa 65 000 müssten es bis zum 31. Januar sein, denn dann endet die Abgabefrist.

Spannend, ob tatsächlich noch 33 000 Erklärungen rechtzeitig ihren Weg zur Finanzbehörde finden. An der Post dürfte es jedenfalls nicht scheitern, denn Eigentümer sind angehalten, die Grundsteuererklärung über das Online-Portal „Elster“ einzureichen. Der zuständige Sachgebietsleiter des Finanzamtes, der aus beruflichen Gründen nicht namentlich erwähnt werden möchte, kann nicht einschätzen, ob die fehlenden Erklärungen pünktlich kommen: „Wir wissen es nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass einige Menschen ihre Erklärungen bereits fertig haben und nur noch auf den Knopf zum Absenden drücken müssen“, sagt er.

Hotline begehrt

Eigentlich war Abgabeschluss der 31. Oktober. Damals gab es jedoch eine Fristverlängerung. Das Finanzamt in Westerstede schaltete schon damals vor Ende der Frist eine Hotline, um Fragen von Bürgern zu beantworten. „Vor Abgabeende im Oktober war sie sehr begehrt. Im November und Dezember wurde es ruhiger, nun wird es wieder mehr“, erklärt der Sachgebietsleiter. Wie schon im Oktober ist es offenbar so, dass viele Menschen ihre Grundsteuererklärung auf den sprichwörtlich letzten Drücker einreichen wollen. Wer allerdings noch keinen Zugang für das Elster-Portal hat, sollte sich sputen. Denn auch die Freischaltung für das System dauert etwas. Hier gibt es aber schon jetzt den Hinweis aus dem Finanzamt: Sollte die Abgabefrist nicht eingehalten werden können, weil der Elster-Zugang nicht rechtzeitig freigeschaltet ist, muss mit keiner Strafe gerechnet werden. „Wir wollen die Grundsteuerklärungen schon über Elster haben“, sagt der Sachgebietsleiter. Das sei wichtig, denn die Behörde wolle nicht Tausende ausgefüllte Papierbögen abarbeiten.

Wichtige Hinweise

Wer aber dennoch Probleme hat, kann sich im Finanzamt direkt oder unter der Telefonnummer 04488/515369 Hilfe holen. Für Menschen ohne Internetzugang beispielsweise gibt es auch einen Papierbogen. Einen wichtigen Hinweis hat der Finanzbeamte noch, da bereits einige Erklärungen bearbeitet wurden. Für Garagen gibt es einen Freibetrag von 50 Quadratmetern, für beispielsweise Blockhütten oder Unterstände im Garten gibt es einen Freibetrag von 30 Quadratmetern. Diese müssten nicht angegeben werden. Hierbei seien schon häufiger Probleme aufgetreten. Als Beispiel: Eine 40 Quadratmeter große Garage muss in der Erklärung nicht angegeben werden, eine 55 Quadratmeter große Garage aber schon.

Innerhalb des Finanzamtes werden die eingegangenen Grundsteuererklärungen schon bearbeitet. 3000 Steuerbescheide seien bisher versendet worden. Ab dem Jahr 2025 soll die Grundsteuer erstmals nach den neuen Werten berechnet werden. Damit das auch reibungslos funktioniert, sind bis Ende Januar zunächst noch 33 000 Wohnungs- und Grundstücksbesitzer im Ammerland gefragt.

Jan-Michael Heimann
Jan-Michael Heimann Redaktion Westerstede
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