Rostrup - Bunte Hunde, die nicht beißen, laufen durch den Park der Gärten, eine große Schnecke schleicht auf den Wegen und fragt die Besucher nach Tag und Zeit. Dazu gibt es Musik an verschiedenen Stellen und Blumen, die aus einer Vase geflohen sind und sich über ihre Freiheit freuen. Die Besucher erlebten unter dem Motto „Kultur trotz(t) Corona“ den Park der Gärten in Rostrup auf eine völlig andere Weise mit immer wieder neuen Überraschungen.
120 Akteure
Fast 120 Akteure mit und ohne Beeinträchtigungen, Laien und Profis, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sorgten am Sonntag beim „Rabatten Rabatz“ für künstlerische Unterhaltung, ob in Form von Theater, Mitmachaktionen, Gesang oder Instrumentalmusik. „Hier haben die verschiedenen Gruppen unseres Blauschimmel-Ateliers aus Oldenburg die Möglichkeit, sich mit ihren Arbeiten und Inhalten darzustellen“, freut sich Ute Bommersheim, zuständig für Projektorganisation und Projektentwicklung im Verein. „Es ist die erste Veranstaltung dieser Art hier im Park und wir sind froh, dass es endlich geklappt hat“, zeigt sich Diana Rolfes, Leiterin des Veranstaltungsmanagements, vom Verlauf der Aktion sehr angetan. „Geplant war der ‚Rabatten Rabatz‘ bereits im letzten Jahr, wurde dann auf den April dieses Jahres verschoben. Jetzt können wir bei diesem herrlichen Wetter endlich die vielen verschiedenen Projekte zeigen.“ „Als uns im letzten Jahr das Angebot gemacht wurde, hier auftreten zu können, haben wir mit unseren Vorbereitungen begonnen“, erinnert sich Ute Bommersheim. Fördergelder durch die „Aktion Mensch“ machten eine Umsetzung erst möglich.
Externe Künstler
Externe Künstler und Musiker, unter ihnen das Stelzentheater „De Vil“, die Sängerin „Laura Dilletante“ oder auch die Klang-Performer Jonas Urbat und Viola Schmitzer wurden über die Oldenburgischen Landschaft aus dem Programm „Niedersachsen dreht auf“ für Solo-Selbständige unterstützt. „Ich bin so froh, dass ich nach gut anderthalb Jahren wieder vor Publikum auftreten kann“, ist Laura Dilletante an diesem Nachmittag begeistert.
Besucher begeistert
Das ist auch Birgit Südendorf. Zusammen mit ihrem Mann erlebt die Dauerkarteninhaberin aus Oldenburg das Spektakel. Sie hat keine Scheu davor, sich in das Spiel der Riesenschnecke Milli Millennium einbinden zu lassen. „Es ist wirklich gelungen, was wir hier erleben. Ich genieße die vielen Veranstaltungen und sie machen Spaß. Toll, was sich die Leute hier alles einfallen lassen.“ Ähnlich sieht es auch Hilko Ubben. Er ist mit seiner Frau und den Kindern extra aus Aurich gekommen. „Hier ist alles schön und bunt. Die Stelzenläufer waren dabei sehr beeindruckend. Ich finde, solche Veranstaltungen, wo auch das Publikum mit eingebunden wird, sollte es hier öfter geben. Unsere Kinder sind von all diesen Eindrücken einfach nur fasziniert.“
