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Historisches Gebäude Schüler entwickeln Ideen zum Zwischenahner Wasserturm

Erhard Drobinski
Mit Eifer dabei: Beim Besuch im Wasserturm war die Kunst-Klasse auch mit Grundrissen des Gebäudes ausgestattet.

Mit Eifer dabei: Beim Besuch im Wasserturm war die Kunst-Klasse auch mit Grundrissen des Gebäudes ausgestattet.

Erhard Drobinski

Bad Zwischenahn/Edewecht - Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht sind mit viel Interesse bei der Arbeit. Im Rahmen ihres Kunst-Kurses besuchen sie den Wasserturm in Bad Zwischenahn, der 1938 in Betrieb ging und 2014 abgeschaltet wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Architektur des Gebäudes, wie es aufgebaut wurde und wie es getragen wird. Im Hinblick auf die weitere Verwendung des Bauwerkes sollen auch mögliche Alternativen dargestellt werden.

Seit einigen Jahren nimmt Lars Winneker, Lehrkraft für den Bereich Kunst am Gymnasium, den Schwerpunkt „Architektur“ in seinen Kurs mit auf. Den Schülern soll damit unter anderem vermittelt werden, dass bei der Gestaltung von Gebäuden es nicht nur auf die Funktion, sondern auch auf die Form ankommt. „Es gibt den Ansatz ‚auf Form folgt die Funktion‘ und von der Funktion sollen von den Schülern Ideen entwickelt werden, was mit dem Gebäude weiter passieren kann“, so Lars Winneker.

Bürgermeister vor Ort

In Begleitung von Bürgermeister Henning Dierks und Axel Heyne, Amtsleiter Gebäudemanagement bei der Gemeinde, machen sich die Schüler auf, das Gebäude zu erkunden, ausgestattet mit Grundrissplänen für die einzelnen Ebenen. Dabei erfahren sie unter anderem, dass es von der Außenansicht her keine Veränderungen geben darf, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. „So dürfen zum Beispiel die Fensterrahmen bei einer Sanierung von der Optik und Form her nicht verändert werden“, hebt Axel Heyne hervor.

Mit dem Grundmaß von acht mal acht Metern des Wasserturms finden die jungen Besucher in den verschiedenen Ebenen nur kleinere Räumlichkeiten vor, die mit viel Eifer eingezeichnet werden. Um hier architektonische Veränderungen vorzunehmen, bedarf es schon einiger Fantasie. Bürgermeister Henning Dierks freut sich auf Vorschläge. „Wir haben seit einiger Zeit eine Bevölkerungsbeteiligung zum ‚Wasserturm‘ laufen. Jeder kann hier auch seine Ideen und Vorschläge einbringen.“ Die Gymnasiasten werden nach ihrem Besuch in Kleingruppen mögliche Nutzungsvorschläge erarbeiten, die dann auch zur Gemeinde weitergereicht werden können. In jedem Fall werden die Ergebnisse intern präsentiert.

Gebäude erhalten

Mit dem Thema „Wasserturm“ und zukünftige Nutzung haben sich die Schüler persönlich eher weniger beschäftigt. „Die Abstimmung über ein mögliches Hotel habe ich zwar mitbekommen, aber mich damit so richtig nicht befasst“, gibt Jamie zu. „Auf jeden Fall bin ich aber für den Erhalt des Turmes und ein Café dort oben könnte sich vielleicht lohnen.“ Henrik findet es erst einmal wichtig, dass Vorschläge erarbeitet werden, wie das Gebäude zukünftig genutzt werden kann. „Und es sollte weiter bleiben, wenn es für die Gemeinde nicht zu teuer wird.“ Dem stimmt auch Danilso zu, der den Wasserturm als Teil der Gemeinde sieht, der erhalten bleiben muss.

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