Bad Zwischenahn - Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei Bad Zwischenahn und schwer bewaffnete Männer des Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Oldenburg sind am Mittwochmorgen an die Weichselstraße in Bad Zwischenahn ausgerückt.

Der Zugang zu der Sackgasse, die am Aue-Wehr endet, war in Höhe der Rückseite des Lidl-Marktes mit einem rot-weißen Absperrband abgetrennt, die wenigen Passanten, die hier durch wollten, wurden von Beamten freundlich aber bestimmt abgewiesen.

Hintergrund des Einsatz, so berichtete Ralf Becker, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Polizeikommissariat Bad Zwischenahn, waren Hinweise im Rahmen eines Strafverfahrens, dass sich in einem Wohnhaus an der Weichselstraße Waffen befinden könnten. Der 21-jährige Hausbewohner habe die Bad Zwischenahner Beamten, die diesem Hinweis nachgehen wollten, aber nicht ins Haus gelassen.

Dass daraufhin das SEK aus Oldenburg hinzugezogen wurde sei – nach der Einrichtung des SEK-Standortes in Oldenburg 2019 – fast schon Routine. „Wenn Waffen im Spiel sein könnten, bedeutet das natürlich für die Beamten auch eine erhöhte Eigengefährdung. Die SEK-Kollegen sind für solche Situationen ausgerüstet und ausgebildet“, so Becker.

Ihre Ausrüstung, unter anderem schweres Gerät zur Öffnung von Türen, konnten die Beamten aber schon nach relativ kurzer Zeit wieder in die Einsatzfahrzeuge verladen. Die Polizei hatte in der Zwischenzeit einen Schlüssel zu dem Objekt aufgetrieben und die Beamten konnten die Wohnung betreten.

Dort sei der Bewohner angetroffen worden, sagte Becker. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet und sei auch nicht festgenommen worden. Während das SEK seinen Einsatz beendete und auch die Absperrungen aufgehoben wurden, begannen weitere Polizeibeamte in Anwesenheit des Hausbewohners mit der Durchsuchung. Auch ein Hund wurde zum Haus geführt. Wie die Polizei am frühen Nachmittag mitteilte, wurden bei der Durchsuchung keine Schusswaffen im Haus gefunden.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)