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Wirtschaft in der Stadt Westerstede Snackautomaten in Westerstede: Sinnvoll oder überflüssig?

Snackautomaten sind besonders häufig an Bahnhöfen zu finden (Symbolbild): Doch sollten sie in Westerstede auch in der Fußgängerzone und am ZOB aufgestellt werden?

Snackautomaten sind besonders häufig an Bahnhöfen zu finden (Symbolbild): Doch sollten sie in Westerstede auch in der Fußgängerzone und am ZOB aufgestellt werden?

dpa

Westerstede - Es gibt sie in der Stadt Westerstede bislang auf privaten Grundstücken: Zum Halsbeker Markt gehören sie, einer steht auf dem Gelände der Deutschen Bahn beim Ocholter Bahnhof und ein weiterer mit regionalen Produkten wurde auf dem Camping- und Stellplatz an der Süderstraße installiert: sogenannte Snackautomaten – Selbstbedienungsautomaten, die vielfach mit Süßigkeiten, Keksen, Chips, kleinen Gebäcken und Getränken bestückt werden, die aber auch Lebensmittel, belegte Brötchen oder Obst enthalten können.

Automaten in der Stadt?

Sollen solche Automaten auf öffentlichen städtischen Grundstücken aufgestellt werden können, wie beispielsweise in der Fußgängerzone, beim ZOB oder gar in der Nähe von Schulen? Um Antworten auf diese grundsätzliche Frage geht es am Dienstag, 12. März, beim Westersteder Wirtschaftsausschuss. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Kontrovers dürfte das Thema diskutiert werden, nachdem bei der Stadtverwaltung einige Anfragen eingegangen sind, einzelne Automaten oder gleich Automaten-Container (mehrere Automaten) in der Fußgängerzone und am ZOB aufzustellen.

Viele Aspekte

Vieles ist bei der Entscheidung zu berücksichtigen: Passen Snackautomaten überhaupt ins Stadtbild? Wie wirken sie sich auf das bestehende Angebot und den Umsatz der örtlichen Händler aus? Wird es gerade für Betriebe im Innenstadtbereich, aber insbesondere auch für Kioske und Tankstellen, zu verstärkter Konkurrenz kommen? Ist es für Kunden nicht prima, dass sie 24 Stunden sieben Tage in der Woche ein solches Angebot nutzen können? Bedeutet das im Gegenzug mehr Verpackungsmüll, der in der Nähe solcher Automaten weggeworfen wird, oder gar mehr Lärm, wenn solche Automaten oft genutzt und eigens angefahren werden? Sollten über solche Automaten auch alkoholische Getränke und Tabakwaren verkauft werden? Sollte Westerstede, das sich als Gesundheitsstadt sieht, den Verkauf „ungesunder Snacks“ überhaupt fördern? Sollte man Snackautomaten grundsätzlich auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet oder nur für bestimmte Bereiche genehmigen?

Doch nicht nur über Snackautomaten wird gesprochen. Berichte von der Touristik und vom Stadtmarketing über deren Aktivitäten, die Diskussion um die Anschaffung einer Kleinkunstbühne, um mit Kleinkunstdarbietungen die Innenstadt attraktiver zu gestalten, die Reaktivierung von Bahnstrecken, der Sachstand zur „Wunderline zwischen Groningen und Bremen (die Bahnstrecke passiert auch Ocholt) und die Beratung über ein touristisches Werbeschild für Westerstede an der A 28 stehen an.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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