Wiefelstede - Die Wiefelsteder SPD hat am Wochenende ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Gelände des Heimatmuseums wurde dazu bei strahlendem Sonnenschein als Ehrengast Olaf Lies begrüßt, der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.
Im Mittelpunkt stand dann aber der Wiefelsteder Jörg Weden. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat wurde mit der Willy-Brandt-Gedenkmedaille geehrt. Diese wird von der SPD an Mitglieder verliehen, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben. Es ist die höchste Auszeichnung, die die SPD an ihre Mitglieder vergeben kann. Eindrucksvoll schilderte Weden bei der Versammlung die Geschichte der SPD in Deutschland und speziell in Wiefelstede.
Weitere Ehrungen
Darüber hinaus wurden weitere Ehrungen vorgenommen: Annegret Rubnack und Gerd Bäkermann wurden für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, Horst Rosenow für 40-jährige Mitgliedschaft. Seit 25 Jahren halten zudem Dennis Nawrath, Holger Kolbe und Gaby Kolbe den Sozialdemokraten die Treue.
Auf die Bedeutung des Ehrenamtes hoben in ihren Ansprachen gleich mehrere Redner ab. SPD-Ortsvorsitzender Michael Waringer meinte, das Ehrenamt sei die Stütze der Demokratie. Björn Meyer, Kandidat für die Landtagswahl am 9. Oktober, war der Meinung, dass die SPD schon viel erreicht habe. Und warum? „Weil man mit der Kommune eng verknüpft ist“, so Meyer. „Wir gehen auf die Straße und machen Werbung bei der Bevölkerung.“
Bürgermeister Jörg Pieper bescheinigte der SPD, dass sie immer leidenschaftlich mitdiskutiere. „Freude an der Gestaltung ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunalpolitik“, so Pieper.
Spaltung verhindern
Dennis Rohde, Vorsitzender des SPD-Bezirks Weser-Ems und Bundestagsabgeordneter, griff derweil ein anderes Thema auf. „Russland ist allein Schuld an der derzeitigen Krise in der Politik“, sagte er. Und der rechte Rand zerstöre die Demokratie, so der Wiefelsteder Ratsherr. Rohde versprach den Wiefelstedern: „Wir werden es warm haben im Winter.“
Minister Lies plädierte unterdessen für die demokratische Idee und auf kommunaler Ebene für die Überparteilichkeit in der Herangehensweise an die Problembewältigung. „Mitglied in einem Verein, in einer Partei oder einer anderen Gruppe zu sein, ist ein Kulturgut“, so Lies. Heute sei es nicht so einfach, für ein Gesamtkonzept die Leute bei der Stange zu halten, meinte der Minister.
Auf die Weltpolitik bezogen sagte er, man müsse wieder eine Unabhängigkeit von Russland herstellen. Seinen Genossinnen und Genossen gab er den Rat, eine Sozialspaltung zu verhindern. „Lasst uns in der Sache das Signal senden, dass wir selbstbewusst in die Zukunft gehen“, so Lies.
