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NWZonline.de Region Ammerland

Spurensucher aus Sao Paulo

18.10.2016

Seltener Besuch in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ in Wehnen. Alberto Gergull aus Sao Paulo in Brasilien hatte sich zusammen mit seiner Frau auf die Suche nach seinem verschollenen Großvater gemacht.

Dieser wanderte als junger Mann nach Brasilien aus, heiratete und gründete eine Familie. Nicht mehr nachvollziehbar sind die Gründe seiner Rückkehr nach Deutschland. Zunächst verlor sich seine Spur. Aber seinem Enkel ließ das Verschwinden seines Großvaters keine Ruhe. Er fand heraus, dass er nach seiner Rückkehr in Hamburg ankam, dann nach Wilhelmshaven in die Nähe seiner Geburtsstadt Varel ging. Schwer erkrankt landete er schließlich 1943 in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Dort erging es ihm wie den meisten Patienten. Es gab keine Therapie, sondern schwere körperliche Arbeit bei völlig unzureichender Ernährung. Krank und entkräftet starb er nach nur acht Monaten. Dank der Forschung des Medizinhistorikers Dr. Ingo Harms erfuhren Alberto Gergull und seine Frau von dem Schicksal des Großvaters. Gergull sah sich, begleitet vom wissenschaftlichen Beirat, die Ausstellung in der „Alten Pathologie“ an, verweilte vor dem Denkmal auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik und besuchte die „Euthanasie“-Erinnerungsstätte auf dem Ofener Friedhof. Hier nahm er Abschied von seinem Großvater.

Prof. Jürgen Dieckert machte mit seinen portugiesischen Sprachkenntnissen die Gespräche mit den Gästen aus Brasilien möglich.

Schon um 10 Uhr standen am Samstag die ersten Schnäppchenjäger vor dem Feldhus in Bad Zwischenahn, um die besten Stücke beim großen Flohmarkt des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) zu ergattern. Auch am Sonntag war viel los. Das Wetter war so gut, dass sich einige ihren Kuchen und Kaffee mit nach draußen nahmen und auf dem Rasen picknickten oder auf der Bank verzehrten. Die Bücher zum Kilopreis von einem Euro waren natürlich wieder der Renner, berichtet Marion Laabs. Da runden die Käufer auch gerne auf, weil sie es gar nicht fassen können, drei Taschenbücher für unter einem Euro kaufen zu können. Der CVJM hat in diesem Jahr 4800 Euro für drei verschiedene Projekte eingenommen.

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