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Regionalliga Nord Trainer-Kumpels freuen sich auf direktes Duell

Will seinen Trainerkollegen überlisten: Jeddelohs Björn Lindemann.

Will seinen Trainerkollegen überlisten: Jeddelohs Björn Lindemann.

Volkhard Patten

Jeddeloh - Nach der 2:3-Niederlage bei Aufsteiger TuS BW Lohne vom vergangenen Wochenende wollen die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Die Chance dazu bekommen die Ammerländer an diesem Freitag ab 19.30 Uhr. Im zweiten Flutlichtspiel in Serie erwarten die Jeddeloher den SV Atlas Delmenhorst in der heimischen 53acht-Arena.

Trainer kennen sich gut

Nicht nur auf seine Spieler, sondern auch auf Jeddelohs Trainer Björn Lindemann, kommt eine besondere Aufgabe zu. Schließlich kennen sich nicht nur die beiden Mannschaften extrem gut. Auch die Trainer kommen gut miteinander aus und stehen in ständigem Kontakt. So treffen sich Lindemann und Delmenhorsts Coach Key Riebau unter der Woche regelmäßig zu gemeinsamen Tennismatches. „Key ist ein guter Trainer. Ich schaffe es aber auf jeden Fall, ihn am Freitagabend zu überlisten“, sagt Lindemann mit einem Lachen. Beide Trainer wissen um die Stärken des jeweiligen Kontrahenten.

Die Stärken der Delmenhorster sieht Lindemann vor allem im Offensivspiel. „Atlas spielt einen guten Ball und verfügt vor allem vorne über viel Qualität“, weiß der SSV-Coach, der Nico Matern im Mittelfeld hervorhebt. „Er dirigiert das Spiel sehr gut und hat eine Menge guter, junger Spieler um sich“, sagt Lindemann. Hinzu kommt mit Dimitrios Ferfelis einer der aktuell treffsichersten Angreifer der Liga. Acht Tore gelangen dem gebürtigen Delmenhorster in bisher zehn Ligaspielen.

Lob vom Gegner

Riebau, der in der Vergangenheit bereits selbst als Trainer in Jeddeloh aktiv war, freut sich über den starken Saisonstart seines Ex-Vereins. „Sie spielen geduldigen, attraktiven Fußball und haben in ihrer Spielweise über die guten Ergebnisse ein gewisses Selbstverständnis gefunden. Sie können sich immer auf ihren Teamgeist und ihre Mentalität verlassen“, lobt Riebau die Jeddeloher: „Auch wenn wir wissen, dass wir auf ein hohes Kaliber treffen, haben wir auch gute Chancen in Jeddeloh zu punkten. Wir sind bereit und haben Lust auf dieses Spiel.“

Tritt erneut gegen seinen ehemaligen Club an: Delmenhorsts Trainer Key Riebau.

Tritt erneut gegen seinen ehemaligen Club an: Delmenhorsts Trainer Key Riebau.

Riebau freut es besonders, dass das Trainergespann Lindemann und Kevin Samide so einen guten Start hingelegt hat. „Kevin habe ich damals schon als Spieler und Persönlichkeit sehr geschätzt. Linde habe ich als Spieler nur kurz kennengelernt. Die beiden zusammen ergeben aber eine gute Combo“, sagt Riebau. Trotz aller Sympathie wollen die Delmenhorster aber die Punkte aus Jeddeloh mitnehmen und das 2:2 gegen Havelse aus den Köpfen kriegen. „Da haben wir eigentlich das komplette Spiel dominiert. So Recht weiß wahrscheinlich nicht einmal Havelse, wie sie da noch zu den zwei Toren gekommen sind“, hadert Riebau.

Einige Ausfälle

Die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell wird allerdings durch einige coronabedingte Ausfälle auf Jeddeloher Seite getrübt. Insgesamt wird Lindemann aus verschiedensten Gründen auf sieben Spieler verzichten müssen – darunter die erfahrenen Ibrahim Temin, Miguel Fernandes und Shaun Minns. „In dieser Woche habe ich ständig auf das Handy geguckt, ob noch irgendwelche neuen Ausfälle dazukommen. Das nervt“, ärgert sich Lindemann, der jedoch optimistisch bleibt: „Irgendwen werden wir schon finden, der am Freitagabend spielt. So eine Situation ist auch eine Chance für die Spieler, die aktuell ein bisschen hinten dran sind.“ Vor allem für die jüngeren Spieler bietet sich nun die Chance, wenn der Kader eng bestückt ist, sagt Lindemann.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. So meldete sich Konstantin Engel zurück im Training und könnte der zuletzt in Lohne wackeligen Abwehrreihe mit seiner Routine wieder mehr Sicherheit geben. Immer wieder war der SSV beim Aufsteiger in Kontersituationen überspielt worden, weil die Absicherung auf einer Linie agiert hatte. „Das war nie angesagt, dass wir so verteidigen. Ich weiß auch nicht genau, wo das herkam. Diese Fehler haben wir unter der Woche klar angesprochen“, sagt Lindemann, der guter Dinge ist, dass sich sein Team gegen Delmenhorst auch mental wieder frischer präsentiert.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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