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Neue Corona-Regeln gelten seit Mittwoch Bis die 10 kommt – Tanger Disconächte mit Einschränkungen

<p>        Partystimmung in der Disco Tange: Auch wenn mit Maske getanzt werden muss, freuen sich junge und junggebliebene Gäste, dass sie feiern können.        Hans Passmann             </p>

Partystimmung in der Disco Tange: Auch wenn mit Maske getanzt werden muss, freuen sich junge und junggebliebene Gäste, dass sie feiern können. Hans Passmann

Tange - Tanzen, feiern, Freunde und Bekannte treffen, neue Leute kennenlernen – auch dieses Wochenende heißt es „Partytime in der Disco Tange“. Doch ob die Disco auch an den nächsten Wochenenden geöffnet hat, steht in den Sternen. „Das werden wir von Woche zu Woche sehen“, sagt Betreiber Boris Mennenga.

Neue Regelungen

Das Land hat die Corona-Verordnung überarbeitet und neue Regeln festgelegt, die zumindest solange gelten, bis am 10. August die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen beraten. Weil sich derzeit laut Niedersächsischem Gesundheitsministerium vor allem junge Leute zwischen 15 und 34 Jahren mit Corona infizierten, gibt es Verschärfungen für Clubs, Discos und Shisha-Bars.

Bisher konnten diese Betriebe öffnen, wenn die Inzidenz unter 35 lag, künftig können sie nur dann Gäste hineinlassen, wenn die Inzidenz niedriger als 10 ist. Am Donnerstag lag die Inzidenz im Ammerland bei 4,8. Wenn drei Tage hintereinander der Wert über 10 liegt, müssen Clubs, Discos und Shisha-Bars schließen. Obendrein muss man laut neuer Regelung auch bei Inzidenzen unter 10 beim Tanzen Masken tragen. Ein Hygienekonzept muss natürlich auch umgesetzt werden, zudem gibt es Besucherbeschränkungen.

Sicherheit geht vor

„Wir haben, nachdem wir wegen Corona 16 Monate geschlossen hatten, gerade fünf Wochen wieder geöffnet. In Absprache mit den Behörden haben wir immer wieder einiges verändert und angepasst. Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Jetzt läuft alles und nun gibt es wieder neue Regelungen“, sagt Boris Mennenga. So habe man, nachdem die Internetverbindung anfangs durch den großen Andrang und das Eincheckenwollen über die LucaApp zusammenbrach, auf den Ticketverkauf umgestellt. Nur Gäste mit personalisiertem Ticket, das ab Donnerstag für das jeweilige Wochenende zu haben sei, kämen in die Disco. So könne man auch die Besucherzahlen auf die geforderten 999 reduzieren. Auf dem Discogelände gelte Maskenpflicht, Abstände seien einzuhalten. Gäste müssten bei der Einlasskontrolle einen aktuellen, negativen Corona-Test besitzen (der auch in einer eigenen Teststation nah am Discogelände gemacht werden kann) oder sie müssten nachweisen, dass sie geimpft oder genesen seien.

Inzidenzen im Blick

Nicht nachvollziehbar findet es Mennenga, dass Clubs, Discos und Shisha-Bars als Pandemietreiber angesehen würden. „Die Leute fahren wer weiß wohin in Urlaub und können sich auch dort infizieren“, kritisiert Mennenga, der zusammen mit einer Sicherheitsfirma aus Molbergen sein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept umsetzt. Unverständlich sei für ihn auch, dass nur die Inzidenzen der Maßstab aller Dinge seien. Es sei zwar ein kleiner Rückschlag, aber die neuen Regelungen seien für die Disco Tange leicht umzusetzen. „Bei uns werden die Tickets fürs Wochenende ab Donnerstag verkauft, dann wissen wir, wie hoch die Inzidenz an drei Tagen hintereinander lag und ob wir öffnen können oder nicht.“

Der Tanger Discobetreiber hofft, dass die Inzidenzen im Ammerland nicht explodieren und er wie Kollegen in anderen Kreisen mit höheren Corona-Zahlen wieder schließen muss. Gespannt wartet Boris Mennenga auf das Treffen der Länderchefinnen und -chefs mit Kanzlerin Merkel im August. „Es müssen neue Corona-Regelungen beschlossen werden und zum Beispiel auch die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Kranken berücksichtigt werden“, fordert er. Der Inzidenzwert allein sei nicht aussagekräftig.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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