Tange - Die idyllische Natur am Nordloher und Barßeler Tief wird von vielen geschätzt. Ein beliebtes Ausflugsziel ist für die Aper Bevölkerung das Tanger Landschaftsfenster am alten Schöpfwerk. Nun wurde dieser Ort, wo die Grenzen der Gemeinde Apen zu den Nachbargemeinden Jümme und Barßel nicht weit sind, zum Standort für die 9. Skulptur der Serie „Aper Lieblingsorte“. Der Oldenburger Künstler Jörg Ridderbusch brachte 25 Blumen aus Stahl an einer Betonwand direkt am Deich an.
Ein Wildgarten
Vom Löwenzahn bis zur Sonnenblume präsentiert die Wand eine Pflanzenvielfalt: „Hier am Tief gibt es unheimlich vieles, was hier wächst. Deshalb entschieden wir uns dafür, die Vielfalt der Vegetation, die man vielleicht bewusst gar nicht wahrnimmt, künstlerisch aufzugreifen. Die Wand zeigt im Grunde einen großen Wildgarten“, erklärt Künstler Jörg Ridderbusch, der die Skulpturen mit seiner Lebensgefährtin Ilona Schumacher in seiner Oldenburger Werkstatt fertigt.
Drei-Länder-Eck
Zudem soll dieses Kunstwerk aufgrund seiner besonderen Lage für die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Apen und den Nachbargemeinden Barßel und Jümme stehen. Neben Apens Bürgermeister Matthias Huber waren deshalb auch die stellvertretenden Bürgermeister der Samtgemeinde Jümme, Udo Dänekas, und der Gemeinde Barßel, Johannes Geesen, dabei, als das Kunstwerk in Tange angebracht wurde. Für jede Gemeinde fertigte Ridderbusch eine spezielle Blume, die die Vertreter der Gemeinden symbolisch befestigten.
An 15 Orten in der Gemeinde Apen werden Skulpturen aufgestellt, die der Oldenburger Künstler Jörg Ridderbusch und seine Lebensgefährtin Ilona Schumacher fertigen. „Lieblingsorte“ heißt die Aktion, die zum Programm Dorferneuerung gehört, in das Apen aufgenommen wurde. Aus 60 Vorschlägen aus der Bevölkerung waren die 15 ausgewählt worden, die mit Kunstwerken betont werden. Alle Skulpturen haben ein gemeinsames Merkmal: eine kleine Weltkugel.
Matthias Huber unterstrich den Symbolcharakter dieses Lieblingsortes: „Hier am Drei-Länder-Eck trifft das Ammerland auf Cloppenburg und Ostfriesland. Man muss deutlich machen, dass die Gemeinschaft zählt und die Gemeinden im ländlichen Raum gemeinsam etwas auf die Beine stellen können.“ Deshalb sei es wichtig gewesen, die Nachbargemeinden miteinzubinden.
Lob von den Gästen
Udo Dänekas (Barßel) stimmte Huber zu: „Das Kunstwerk hier an den Gemeindegrenzen steht für die gute Zusammenarbeit. Ich finde dieses Kunstwerk in dieser herrlichen Gegend sehr gelungen.“ Auch Johannes Geesen fand lobende Worte: „Ich finde es sehr schön, wenn man bestimmte Punkte hat, die man anfahren kann. Dazu gehören auch die Deiche. Durch die Blumen wird dieser Punkt umso schöner.“ Der Barßeler begrüßte es sehr, dass man in der Region Jümme, wo es viel Radtourismus gebe, positiv zusammenarbeite.
