Rastede - Viele Runden sind Schülerinnen und Schüler der KGS Rastede in der Zeit vom 23. März bis 29. April gelaufen. Kurzfristig hatte der Fachbereich Sport angesichts des Ukraine-Krieges den Sponsorenlauf „Run for Ukraine“ im regulären Sportunterricht organisiert, um Spenden für Hilfsprojekt zu sammeln. Bis heute sind auf diesem Weg rund 25 000 Euro zusammengekommen, gespendet von Eltern, Verwandten und Bekannten der Schülerinnen und Schüler, die damit die gelaufenen Runden gewürdigt haben.
Lokale Projekte
Jetzt wurde das Geld an mehrere Organisationen verteilt, die sich in der Region darum bemühen, die dramatischen Folgen des Krieges zu lindern. „Wir haben bewusst keine große Organisation ausgewählt, sondern Institutionen hier im Ort und der Umgebung“, erläuterte Sport-Fachbereichsleiterin Birgitta Müller-Pulsfort bei der Übergabe.
Hilfe vor Ort
Jeweils 6000 Euro gehen an die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe Rastede und an die Speisekammer des DRK. Beide Gruppen sind seit dem Beginn des Krieges massiv damit beschäftigt, die neu ankommenden Menschen aus der Ukraine zu versorgen und zu unterstützen. Zusätzlich zu den schon vorher betreuten 100 Familien hätten die Flüchtlingshelfer seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs weitere 80 Menschen in Empfang genommen und bei den ersten Schritten in Deutschland unterstützt, berichtete Marlies Felber. Dabei gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde, aber auch mit der DRK-Speisekammer, für die Sabine Aden die Spende im Empfang nahm. Dort wird Geld dringend benötigt. 400 Familien seien in der Kartei, üblicherweise seien 120 bis 130 davon in der Woche versorgt worden. Jetzt seien es 180. Nicht nur Menschen aus der Ukraine sind neu auf Hilfe angewiesen, so Aden. Steigende Lebensmittelpreise brächten auch neue einheimische Familien in Notlagen, gleichzeitig gehe das Aufkommen an Lebensmittelspenden zurück.
Beratung und Therapie
Um die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen kümmert sich neben anderen der Verein Interkulturelle Arbeitsstelle Ibis aus Oldenburg. Anthea Etzhold von Ibis nahm ebenfalls 6000 Euro entgegen. Das Geld werde helfen, therapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche aufrecht zu erhalten, sagte sie.
Sprache lernen
Ein Teil des erlaufenen Geldes bleibt an der Schule – mit 6000 Euro soll die Ausstattung der Sprachlernklasse verbessert werden, in der Kinder und Jugendliche aus der Ukraine unterrichtet werden. Weitere 1000 Euro gingen an den Verein „Oldenburg hilft“ und seine Aktion Verbundenheit. Sebastian Seger nahm die Spende entgegen und berichtete über die Hilfe für Flüchtlinge in Oldenburg und dem Umland und über Spendentransporte in die Ukraine.
Auch Rastedes Bürgermeister Lars Krause war zur Spendenübergabe an die KGS gekommen und lobte den Spendenlauf, den die Schule auf die Beine gestellt hat. Für die Gemeinde sei die Zusammenarbeit mit der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe und der Speisekammer wertvoll, sie machten eine intensive Betreuung möglich, die die Gemeinde alleine nicht leisten könne.
