Wahlkreis-Chaos droht zur Bundestagswahl

„Wahlkreis-Chaos droht zur Bundestagswahl“ und „...kein Stein bliebe hier auf dem anderen“ titelt die NWZ am 22. September. „Ein erhebliches Geschmäckle“ sieht Jens Nacke (CDU), weil das Papier angeblich vom Landeswahlleiter Boris Pistorius (SPD) stammt. Am nächsten Tag die kleine Notiz auf Seite 19: Bitte um Entschuldigung, war alles falsch! Das ist das aufgeblasene Vokabular, mit dem auch Herr Will seit Jahren an hervorgehobener Stelle die Stammtische bedient („Staatsversagen, abgehobene deutsche Eliten, politischer Dilettantismus, apokalyptische Politsekten“ uvm.). Das ist die unverfrorene Parteilichkeit, in der die NWZ im Nordwesten als Monopol-Medium in Wahlkampfzeiten ihren Informations- und Berichterstattungsauftrag missbraucht. Wir erleben gerade turbulente Zeiten. Will die NWZ wirklich das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre staatlichen Strukturen weiter so gnadenlos vergiften? Wir brauchen dieses Vertrauen dringend – egal, welche der demokratischen Parteien gerade Verantwortung trägt.

Dr. Roland Ernst Edewecht