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NWZonline.de Region Ammerland

Von Kugeln und Kufen

16.03.2016

Nicht Mathematik oder Kunst stand für die Schülerinnen und Schüler der beiden Sprachlernklassen an der Hauptschule Bad Zwischenahn für einen Tag auf dem Stundenplan. Vielmehr galt es für die rund 30 Jugendlichen aus mehr als zehn unterschiedlichen Nationen, das Brauchtum in ihrer neuen Heimat kennenzulernen. Und was bietet sich in den Wintermonaten da besser an als einen Kohltour. Wie es sich gehört, ging es mitsamt einem gefüllten Bollerwagen los. Sogar kleine Schnapsgläser baumelten um die Hälse (auch wenn der Inhalt strikt alkoholfrei blieb). Unterwegs lernten die Schüler aus dem Irak und Afghanistan, aus Syrien und aus unterschiedlichen Balkanstaaten sowie zahlreichen weiteren Ländern auch den „Nationalsport“ Boßeln kennen. Angeleitet wurden die Schüler von den beiden Klassenlehrerinnen Gabriele Siegle und Marlene Wyllie. Zum Abschluss gab es selbstgekochten Grünkohl – ein Rundumschlag Ammerländer Brauchtums eben. Zuvor hatten sich die Sprachlernklassen ihrer neuen Heimat bereits in dem Kunstprojekt „Orte in der Fremde – Vernetzungen“ genähert.

Aufs Eis begeben haben sich indes die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Realschule. Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres hatte die sich ein zweites Mal entschlossen, einen „Schulvormittag auf Kufen“ in der Eishalle Bremen zu verbringen. Mit zwölf Bussen machten sich alle 21 Klassen in Begleitung ihrer Lehrer zu einem gemeinsamen Schlittschuhspaß Richtung Bremen auf. Nahezu 650 Schlittschuhläufer tummelten sich dort vergnügt auf der Eisfläche, selbst wenn ein Stau auf der Hinfahrt die Eiszeit ein wenig verkürzte. Für Lehrer und „Cheforganisator“ Rainer Nowak und seine Kollegen eine ordentliche Herausforderung – zumal die allermeisten Schüler auch noch Schlittschuhe ausleihen mussten. Trotz des ein oder anderen Sturzes (die sämtlich ohne Folgen blieben) waren alle mit viel Freude dabei und genossen ihr gemeinsames „Gleiterlebnis“.

In die Luft ging es indes für den Besuch der evangelischen Kindertagesstätte Aschhausen zum Abschied: Weiße Tauben hatte Ute Siems zum Abschluss der Kinderbibelwochen mitgebracht. Drei Wochen lang hatten sich die Mädchen und Jungen der Einrichtung intensiv in Andachten und Arbeitsgemeinschaften mit der Geschichte von Noah und seiner Arche befasst. Am Ende präsentierten alle Gruppen in großer Runde – dann kam die Überraschung: Knapp 60 Kinder (und ihrer Erzieherinnen) wurden mucksmäuschenstill und staunten über drei elegante Tauben, die Ute Siems ihnen vorstellte. So ähnlich haben die Tauben damals wohl ausgesehen, die Noah von seiner Arche aus losschickte, als sie mit ihren vielen zwei- und vierbeinigen Bewohnern auf einem Felsen ausharrte – umringt vom Wasser der Flut, die Gott auf die Erde geschickt hatte. Als die Taube einen Ölzweig zurück brachte, wussten Noah und seine Familie, dass das Wasser wieder Land frei gibt und ihr Überleben gesichert ist. Die Kinder in Aschhausen hätten sich diese Geschichte bewusst und nach einem langen Auswahlprozess ausgesucht, berichtet Kita-Leiterin Kerstin Kreikenbohm. Ideen dazu seie von allen Seiten gekommen: Kinder, Erzieherinnen und Eltern hätten Vorschläge gemacht. Im zweiten Schritt sei von allen gemeinsam die Gestaltung der Wochen erarbeitet worden. Wichtig sei es dem Team dabei, dass die Ideen und Wünsche der Kinder im Vordergrund stehen und sie als Erwachsene diese nur um bestimmte Aspekten ergänzen. Die Kinder erarbeiteten Themen und Inhalte für ihre AGs, in denen sie sich regelmäßig in Kleingruppen trafen. Es gab AGs für Theater, die Holzwerkstatt, zum kreativen Gestalten von Regenbögen und eine Gruppe, die die Geschichte nachstellte und aus den Fotos der Standbilder ein eigenes Buch machte. Die Kleinsten der Kita näherten sich der Geschichte mit viel Musik und Fingerfarbe. Die Abschlusspräsentation der AGs hat Tradition in Aschhausen. Alle Kinder erzählen sich von ihrer Arbeit oder zeigen etwas. Als Höhepunkt ließen dann alle gemeinsam die Tauben steigen, die Bernd und Urte Kindling aus Kayhauserfeld der Kita „ausgeliehen“ hatten. Über ihre Arbeit informiert die Kita auch bei einem Tag der offenen Tür am Sonnabend, 16. April, von 11 bis 14 Uhr.

Wieder Flügel hat die Bockmühle an der Seestraße in Rostrup. Diese befindet sich seit einigen Jahren in Besitz des Ortsbürger-und Heimatverein Rostrup. Und der hat in den vergangenen Monaten die Flügel restauriert. Die Erwin-Roeske-Stiftung hat einen großen Teil der anfallenden Kosten übernommen.

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