Nordloh - Die Bebauung im Ort, der Leerstand von Häusern und der neue Modul-Kindergarten waren einige Themen, die den Bürgern aus Nordloh auf dem Herzen liegen: Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsbürgervereins (OBV) Nordloh stellte Apens Bürgermeister, Matthias Huber, diesen Themen.
Bei den Straßensanierungen in der Bauerschaft sah er großen Handlungsbedarf beim Deichweg. „Das ist der schlimmste Weg in der Gemeinde. Hier müssen wir etwas tun“, erklärte er. Der Leda-Jümme-Verband, dem hier das Land gehöre, habe zwar Planungskosten bewilligt: „Wir müssen aber schauen, was jetzt wird.“
Was dier Bebauung von Grundstücken betrifft, wünscht sich mancher Einwohner die Möglichkeit, das Hintergrundstück nutzen zu können. Die Genehmigungsverfahren seien aber sehr langwierig und häufig mit Auflagen versehen, die eher abschreckten, als den Bauwillen zu fördern. Bürgermeister Huber nahm die Unzufriedenheit der Anwesenden zur Kenntnis, verwies aber darauf, dass die Gemeinde bei der Genehmigung von Bauanträgen keinen direkten Einfluss habe.
Kita-Plätze
Bei der Ausweisung und Einrichtung zusätzlicher notwendiger Kindergarten- und Krippenplätze in der Gemeinde Apen hofft Huber, mit einer Übergangslösung rechtliche Ansprüche zur Unterbringung von Kindern auffangen zu können. Neben Kita und Schule in Nordloh soll befristet ein Modulkindergarten entstehen. Das hatte der Rat mit großer Mehrheit beschlossen. Drei neue Gruppen sollen direkt neben der Turnhalle eingerichtet werden, wobei die Übergangslösung betont wurde. „In Augustfehn und Apen planen wir den Bau von zusätzlichen Kinderkrippen und Tagesstätten. Auch andernorts schauen wir uns nach geeigneten Plätzen um, so dass die Kinder auch aus Nordloh dann dort untergebracht werden könnten.“ Die Versammlung nahm diese Aussagen zur Kenntnis, ohne das Vorhaben an sich groß in Frage zu stellen.
Windkraft-Pläne
Informationen forderten die Bürger allerdings über mögliche Windenergieanlagen, die auch im Bereich Nordloh entstehen könnten. Der Gemeinderat ließ derzeit eine Potenzialstudie erstellen. Entsprechende Planungen sind im Gange. „Noch ist alles offen, wo mögliche Windparks eingerichtet werden könnten. Wir werden aber etwas ausweisen müssen“, betonte der Bürgermeister.
Auch Vorstandswahlen standen an. Da vor drei Jahren die letzte Jahreshauptversammlung stattfand, musste der Vorstand komplett neu gewählt werden. Zudem hatte sich Bernhard Lücking als stellvertretender Vorsitzender nach über 30 Jahre Vorstandsarbeit aus dieser Position zurückgezogen. Seine Position wird nun Jantje Berger übernehmen. Sie wurde ebenso einstimmig gewählt wie die anderen drei Vorstandsmitglieder Manfred Schedemann als Vorsitzender sowie Hannelore Wolfsperger und Martina Berends, die alle zur Wiederwahl standen.
