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Razzia in Wahnbek Großeinsatz der Polizei wirft viele Fragen auf

Unserer Lokalredaktion
Razzia in Wahnbek: An der Schulstraße standen Einsatzfahrzeuge mit abgeklebten Nummernschildern.

Razzia in Wahnbek: An der Schulstraße standen Einsatzfahrzeuge mit abgeklebten Nummernschildern.

Wahnbek - Die Razzia am Donnerstag im Rasteder Ortsteil Wahnbek hat viele Fragen aufgeworfen. Unsere Leser beschäftigte vor allem, warum die Polizei mit so vielen Einsatzkräften vor Ort war und warum die Kennzeichen der Mannschaftswagen abgeklebt worden waren.

Mindestens sieben Mannschaftswagen, zwei Diensthundeführer und fünf zivile Fahrzeuge waren Donnerstagfrüh zur Schulstraße ausgerückt.

Beweismittel sichern

Ein größeres Wohnhaus an der Ecke Hesterstraße war das Ziel der Einsatzkräfte, darunter auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei. In dem Wohnhaus sollten Beweismittel gesichert werden. Hintergrund ist ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen eine Person. Dabei geht es um den Verdacht auf illegalen Waffenbesitz. Die Einsatzkräfte stellten bei der Hausdurchsuchung Munition sicher.

Mithilfe einer Leiter wurde zudem eine Überwachungskamera abmontiert. Diese war an einem Wohnhaus angebracht und offenbar in Richtung des Grundstücks und der Schulstraße ausgerichtet gewesen.

Unsere Redaktion hat am Freitag bei der Staatsanwaltschaft und der Zentralen Polizeidirektion recherchiert, um mehr über die Razzia und die große Zahl der Einsatzkräfte in Erfahrung zu bringen. Bislang sind die Informationen allerdings noch spärlich und geben dadurch Raum für Spekulationen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft teilte auf Anfrage mit, dass zu den durch die Polizei eingesetzten Mitteln und Personen – nach Rücksprache mit der Polizei – generell keine Auskünfte erteilt werden könnten. Gleiches gelte für die abgeklebten Kennzeichen der Einsatzfahrzeuge.

Es verhalte sich im Übrigen so, dass das „Wie“ der Einsatzplanung, also die konkrete Art und Weise der Durchführung einer Durchsuchung, der Polizei obliegt. so der Sprecher weiter. Die Anfrage unserer Redaktion bei der Zentralen Polizeidirektion blieb bislang unbeantwortet.

Viele Spekulationen

Unsere Redaktion fragte bei der Staatsanwaltschaft, ob es schon nähere Informationen zu der gefundenen Munition gibt und ob Erkenntnisse über mögliche Verbindungen zur Drogenkriminalität, zur Clan-Kriminalität, zum organisierten Verbrechen oder zum Rocker-Milieu vorliegen. Außerdem, ob es Verbindungen nach Oldenburg gibt.

Die Antwort hierzu fiel knapp aus. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könnten momentan keine weiteren Informationen gegeben werden. In Wahnbek wird daher wohl noch eine Weile wild spekuliert werden, was hinter dem Großeinsatz steckt.

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