NWZ-Artikel „Wasserturm mit braunem Anstrich“

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Neue Erkenntnisse, die die gesamte Diskussion um den Wasserturm in Bad Zwischenahn komplett verändern müssen: Will etwa jemand aus der Bürgerinitiative jetzt noch, dass der Turm in Gemeinbesitz bleibt und als „Nazidenkmal“ mit dem Geld der Bürger renoviert und unterhalten wird? Geld, das in den Schulen und in der Gemeinde dann fehlt, soll in ein „Nazidenkmal“ fließen?

Will nach den neuen Erkenntnissen eine Ratsfrau oder ein Ratsherr noch dafür stimmen, ein „Denkmal“ zu erhalten, dass zu Kriegszwecken von einem überzeugten Nazi und bekennenden Judenhasser gebaut wurde? Und dafür soll die Gemeinde Hunderttausende von Euro – und auf der Zeitachse wahrscheinlich Millionen – ausgeben?

Wollen die Denkmalschutzbehörden Denkmalschutz „um jeden Preis“ erzwingen? Auch für ein „Nazidenkmal“? Wie könnte man dann – wie könnte ich – Besuchern und Kurgästen aus dem Inland und Ausland diesen „Naziturm“ im Besitz der Gemeinde(!) erklären? Das ist nur unanständig!

Ihre Berichterstattung erzwingt neue Antworten der Verantwortlichen. Jedes Einzelnen persönlich. Für mich ist das Fazit heute klar: Der „Naziturm“ muss weg!

Dr. Eckhard Keill Portsloge