NWZ-Artikel „Wasserturm mit braunem Anstrich“

Der Turm steht unter Denkmalschutz und nun ist die Würde angekratzt, denn Architekt Fritz Höger war überzeugter Antisemit und das Gebäude wurde für Kriegsvorbereitung errichtet.

Man kann den Turm sicherlich sanieren und die Kosten von zwei bis drei Millionen Euro dem Steuerzahler zumuten. Aber was kann man dann mit diesem Turm machen? Durch den Wassertank, der sich aus statischen Gründen nicht ausbauen lässt, ist das für eine überzeugende Nutzung wohl ausgeschlossen. Als Aussichtsturm schlecht zu gebrauchen, weil kein barrierefreier Zugang möglich ist. Man stelle sich vor, auf der „Aussichtsplattform“ befinden sich Besucher und unten bricht ein Feuer aus. Wie kann man diese Menschen gefahrlos evakuieren? Das einzige Treppenhaus ist schnell verqualmt und Nottreppen gibt es nicht. Nur die Aufhebung des Denkmalschutzes ermöglicht einen sinnvollen Abriss. Die eingesparte Millionen der Sanierung, kann in unseren Schulen sehr viel besser eingesetzt werden, denn dort hat die Digitalisierung noch lange nicht den Stand von Estland erreicht.

Klaus-Peter Tuscherer Bad Zwischenahn