Bad Zwischenahn - Rund 250 Zuhörerinnen und Zuhörer haben auf der Zwischenahner Woche am Freitag die NWZ-Podiumsdiskussion zur Zukunft des Wasserturms in Bad Zwischenahn verfolgt. Eine große Neuigkeit hatte Carsten Meyer, Fachbereichsleiter Bauverwaltung im Zwischenahner Rathaus, mitgebracht: das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat den Turm als „Denkmal von nationaler Bedeutung“ eingestuft. Das eröffnet der Gemeinde neue Möglichkeiten, für die nötige Sanierung Fördermittel zu bekommen.
Vor diesem Hintergrund sagte Meyer: „Es ist die Aufgabe der Gemeinde, das Denkmal zu erhalten.“ Allein dafür kommen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von rund 800 000 Euro zu. Wie hoch der Eigenanteil bleibt, ist dabei noch offen. Die Verwaltung wolle zeitnah Fördermittel eintreiben.
Eine Instandhaltung mit Sanierung der Außenfassade, der Treppen und Fenster sei der kleinste gemeinsame Nenner. Aber: „Der Turm muss mit Leben gefüllt werden“, sagte Meyer. So möchte die Verwaltung ein Kultur- und Begegnungszentrum schaffen. Die Fläche sei zwar mit acht mal acht Metern im unteren Bereich nicht besonders groß, aber dafür „interessant“. Die fünf Geschosse könnten unterschiedlich genutzt werden. Direkt unter dem Wasserbehälter wäre beispielsweise eine Galerie denkbar und oben auf dem Turm, der einen „phänomenalen Blick“ über das Land biete, ein Café. Für diese zusätzlichen Pläne stehen allerdings keine Fördermittel in Aussicht. Hier könnte ein siebenstelliger Betrag auf die Gemeinde und mögliche Investoren zukommen.
Mit Carsten Meyer standen auf dem Podium auch Tim Hobbiebrunken, früherer Chef des Bad Zwischenahner Wasserwerks und Thomas Kempe, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Verkauf des Wasserturmes.
