Augustfehn/Tange - „Das war ein gehöriges Stück Arbeit, aber ich freue mich riesig, dass das Projekt nun abgeschlossen ist“, sagt Günter Diekmann. Der begeisterte Naturfilmer und Naturfotograf aus Augustfehn hat sein jüngstes Werk, das mit Unterstützung der Familie Wiemkes aus Tange und seines eigenen Teams entstand, nun online gestellt: Ein Film über Weißstörche, die im Februar einen Horst auf den Ländereien der Landwirtsfamilie Edith und Ralf Wiemkes bezogen hatten und vor laufender Kamera drei Jungtiere großzogen. Ansehen kann man sich den etwa 40 minütigen Streifen neben vielen anderen Naturfilmen aus der Gemeinde Apen auf Diekmanns eigener Homepage (www.guenter-diekmann.de, Film 38), oder auf der Homepage der Gemeinde Apen (www.apen.de, Rubrik Freizeit und Kultur, Gemeinde Apen – Im Wohnzimmer der Natur).
Besonderer Film
Der neue Film ist für Günter Diekmann ein besonderer: Bislang hatte der Augustfehner Videos und Fotos verarbeitet, die er selbst, seine Teammitglieder Georg Wilts, Michael Greilich und Matthias Adam oder Privatpersonen von der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in der Gemeinde gefertigt hatten. Der neue Film ist ein Extrakt aus über 10 000 Videosequenzen, die aus einer Kamera direkt am Storchennest in 13,5 Metern Höhe stammen.
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Tiere vor der Kamera: In Tange wird in luftiger Höhe das Leben von Familie Klapperstorch gefilmt. Aus den Videosequenzen will der Augsutfehner Tierfilmer Günter Diekmann einen Film produzieren.
Team DI-Wiemkes
Bilder eines Storchenjahres: Auf dem Horst in Tange nistete ein Weißstorchenpaar und zog Junge auf.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DI
Bilder aus dem Tanger Storchenleben: Ein Film entstand nun über das Tanger Weißstorchenpaar, das drei Junge aufzog.
Familie Wiemkes/Team DISchon vergangenes Jahr hatte Landwirt Ralf Wiemkes an dem 2021 errichteten und jährlich besetzten Nestrohling eine Kamera installiert, deren Akku jedoch streikte und die deshalb durch eine wesentlich leistungsstärkere ersetzt wurde. Aus der neuen, solarbetriebenen Kamera, die durch ein kleines Dach geschützt ist, über einen 128 Gigabyte starken Speicher verfügt und an einer Platte direkt am Horst installiert ist, stammen nun die immensen Datenmengen. Gefilmt wurde zwar nur dann, wenn sich etwas am und im Nest bewegte, und das jeweils nur neun Sekunden lang, doch über Monate hinweg kam viel Material zusammen. Live oder zeitversetzt konnten sich die Aktivitäten rund ums Storchennest nicht nur Mitglieder der Familie Wiemkes ansehen, Zugriff hatte auch Günter Diekmann. Der entwickelte schnell die Idee, über das Storchenjahr von der Ankunft der Tiere im späten Winter bis zu ihrem Abflug im Spätsommer einen Film zu produzieren.
Das Leben der Störche
Und so zeigt der Streifen die Ankunft der Weißstörche, das Balzen, das Herrichten des Nestes, das Klappern zur Begrüßung und als Drohgebärde, das Brüten, das Schlüpfen des Nachwuchses, die Aufzucht der Jungen, das Abwehren von partnerlosen Jungstörchen, die das Storchenpaar mehrfach angriffen oder auch die diebischen Krähen und Dohlen, die Nistmaterial aus dem Horst stahlen. Kombiniert wurde das ausgewählte Videomaterial mit Fotos, die die Naturfilmer vom Team Diekmann lieferten.
„Störche sind faszinierende Vögel“, sagt Günter Diekmann, der in den vergangenen Monaten vieles über die großen Schreitvögel gelernt hat. So hat er beispielsweise erfahren, dass Jungvögel zunächst dunkle Beine und einen schwarzen Schnabel haben, während die Altvögel über rote Schnäbel und rote Beine verfügen. Außerdem konnte er beobachten, dass beide Altvögel tagsüber brüteten, aber nachts nur das Weibchen die Eier wärmte. Interessiert verfolgte er auch, dass die Altvögel mit dem flügge gewordenen Nachwuchs über die Wiesen liefen, die Jungvögel gezielt auf Nahrung aufmerksam machten, dass die Elterntiere das Füttern zum Schluss nur noch auf einmal täglich reduzierten und ein Altvogel im Juli sogar versuchte, die Jungvögel aus dem Nest zu werfen. Schön sei es gewesen zu verfolgen, dass die Störche manchmal sogar auf dem Kameradach gesessen oder gezielt in die Linse geschaut hätten.
Jungvögel flügge
Inzwischen sind die Jungstörche, die Ende April schlüpften und nach rund zwei Monaten bereits flügge wurden, auf dem Weg nach Süden. Hier werden die Jungtiere einige Jahre bleiben, bevor die geschlechtsreifen Tiere zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr für ihre erste Brut wieder in den Norden zurückkehren. „Die Altvögel starten meist zehn bis 14 Tage nach den Jungvögeln und werden sich in großen Gruppen bald auf den Weg machen“, so der Augustfehner. Schon jetzt freue er sich auf die Rückkehr der Tiere im späten Winter. „Nächstes Jahr wollen wir die Weißstörche beringen, um zu erfahren, ob dieselben Störche oder andere den Horst in Tange besetzen.“
