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NWZonline.de Region Ammerland

Satirischer Jahresausblick: Wer im neuen Jahr keine guten Karten hat

31.12.2016

Januar

Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag. Der NWZ  wird eine spektakuläre Neuerscheinung zugespielt. Im Februar soll der Band „Asterix im Ammerland“ erscheinen. Nachdem bei den Galliern das Rezept für den Zaubertrank verloren gegangen ist, erhoffen sie sich Hilfe in Westerstede. Wobei der Ammerländer Majestix große Ähnlichkeit mit Landrat Jörg Bensberg aufweist. Im Comic-Heft verrät er zwar Asterix und Obelix nicht das Rezept für den Zaubertrank, gibt ihnen aber eine Ladung Löffeltrunk mit auf den Weg zurück nach Gallien. Und so gibt es – wie immer – ein Happyend mit Wildschweinessen.

Februar

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Kaum ist das neue Asterix-Heft erschienen, besteht der Landrat auf eine neue Anrede. „Sagt einfach Häuptling zu mir.“ Sein Wunsch, künftig bei offiziellen Anlässen auf dem Schild getragen zu werden, wird aber vom Personalrat vehement abgelehnt.

Der Rat der Gemeinde Rastede beschließt den Haushalt für 2017. Für Diskussionen sorgt ein Sonderetat für einen Heckenpolizisten. Bei den Beratungen über ein neues Wohnbaugebiet „Im Göhlen“ nördlich des Tenniscenters war entschieden worden, dass die Hecken in den Vorgärten nicht höher als 1,10 Meter sein dürfen. Der Heckenpolizist soll künftig kontrollieren, dass sich die Häuslebauer daran auch halten.

März

Der Winter war kurz, aber die wenigen Frosttage reichten aus, in Rastede einen Millionenschaden anzurichten. Die gerade neu gebaute Oldenburger Straße weist heftige Risse auf. Ein Experte: „Die muss komplett neu gemacht werden.“ Das zuständige Amt in Oldenburg geht von Kosten in Höhe von sechs Millionen Euro und vier Jahren Bauzeit aus. „Diesmal müssen wir das vernünftig machen“, sagt Behördenleiter Joachim Delfs.

Die Gewerbesteuer-Entwicklung geht in Bad Zwischenahn steil nach unten – die Gemeinde muss sich neue Einnahmequellen erschließen. Weil man mit gemeindeeigenen Unternehmen – wie dem Wasserwerk – gute Erfahrungen gemacht hat und die Spielbank von der Vergnügungssteuer befreit ist, beschließt man, das Casino einfach zu kaufen. Aus „Am Ende gewinnt immer die Bank“ wird „Am Ende gewinnt immer die Gemeinde“. Um Personalkosten zu sparen und gleichzeitig den Überblick zu behalten, springt Bürgermeister Arno „Blackjack“ Schilling ein und verteilt höchst selbst die Karten.

April

Seit einem Jahr wird der Bahnübergang bei Holtgast nicht von einem Blinklicht, sondern von Menschen geregelt. Rund 200 000 Euro hat der Spaß bereits gekostet. Die bundesweiten Schlagzeilen gab es gratis dazu. Wann dort irgendwann wieder ein neuer Übergang gebaut wird, steht in den Sternen. Mittlerweile durchaus zur Freude von Apens Bürgermeister Matthias Huber. Er plant jetzt auch geführte Radtouren für Feriengäste zum berühmtesten Bahnübergang Niedersachsens. „Die Posse lohnt sich für uns“, strahlt er.

Mai

Das hätten die Organisatoren des Apen Air in ihren kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten: Anlässlich des 3. Punkrockfestivals in der Gemeinde begeistern nicht nur „Abstürzende Brieftauben“, „Betrunken im Klappstuhl“, „The toten Crackhuren im Kofferraum“ und andere die Massen, sondern auch ein heimischer Star: Als Punklady im schwarzen Lederoutfit mit lila Strähnen im blonden Haar tritt Überraschungsgast Margitta auf. Statt volkstümlicher Schlager präsentiert sie Punkiges und Rockiges, und das Publikum tobt.

Als sich die Rhododendronblüten öffnen, kommt Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß eine super Idee. Um für die „Rhodo“ im Mai 2018 zu werben, holt er die Rhodokönigin ins Rathaus. Ab sofort wird sie zu seiner rechten Hand. Kein Fototermin vergeht ohne rote Robe, die stimmungsvoll in Szene gesetzt wird. Groß lässt sich zum Rhodokönig krönen und geht nun seinerseits auf Werbetour durch deutsche Lande – mit Rhodoblüte im Knopfloch.

Juni

Apen wird Stadt. Die kleinste Gemeinde im Landkreis erschummelt sich mit einem kühnen Trick die Stadtrechte. Kurz vor Eintreffen der Bewertungskommission lässt Bürgermeister Matthias Huber Schilder mit der Aufschrift „Stadtmitte“ sowohl in Apen als auch in Augustfehn aufhängen. Worauf die Kommission auf der Suche nach dem Rathaus ziemlich viel hin und her fahren muss. „So haben wir unsere Größe und Urbanität optimal dargestellt“, freut sich Huber über seinen Coup.

Nachdem bei der Oldenbora diesmal an zwei Tagen 20 000 junge Leute im Beachclub Nethen feierten, will Bürgermeister Dieter von Essen im kommenden Jahr das Festival auf 14 Tage ausweiten. „Das bringt jede Menge Geld in die Gemeinde“, lautet seine offizielle Begründung. Doch sein eigentliches Ziel ist die Vertreibung von vier geschützten Schwalbenrotkäfern in der Nähe des Geländes. Sind die erstmal durch die Beschallung mit elektronischer Musik und Bodenvibrationen abgewandert, kann dort ein neues Baugebiet entstehen.

Ende Juni feiert Rastede drei Tage Cityfest. Da Robert Lohkamp, der Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, in den vergangenen Jahren häufig Pech mit dem Wetter hatte, will er dieses Mal auf Nummer sicher gehen. „Wir stülpen ganz Rastede während des Cityfestes eine riesige Glaskuppel über“, kündigt „Regen-Robert“, wie er inzwischen von einigen Menschen im Ort genannt wird, bei der Pressekonferenz an.

Juli

Edewecht und Wiefelstede sind die Aper Stadtrechte ein Dorn im Auge. „Wenn das Kaff Stadt ist, dann wollen wir das auch“, tobt Bürgermeisterin Petra Lausch. Doch nachdem sich die Aper Trickserei bis nach Hannover herumgesprochen hat, stehen Ammerländer Stadtrechts-Anträge erstmal auf der schwarzen Liste.

August

Der Sommer zeigt sich in diesem August von seiner besonders heißen Seite. Nur nachts sinkt mal das Thermometer unter die 30-Grad-Marke. Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper folgt deshalb einem Beispiel aus Wardenburg. Dort gibt es seit Jahren bereits Hitzefrei für Beamte. Pieper: „Bei dem Wetter sitzen die Bürger eh im Schwimmbad. Da können wir das Rathaus ruhig dicht machen“, so sein Kommentar.

Das passt auch ganz gut, denn der Schützenverein Wiefelstede musste den Festplatz für sein Schützenfest kurzfristig verlegen. Nachdem der Verein Ende 2016 nach Mietern für seinen Schützenplatz an der Gristeder Straße gesucht hatte, weil dieser elf Monate im Jahr brach liegt, hatte sich Wochenmarktbeschicker und andere in so hoher Zahl gemeldet, dass die Schützen völlig den Überblick über die Nutzungszeiten des Platzes verloren. So rückte eines Morgens im Vorfeld des Schützenfestes Lkw für Lkw an und füllte den Platz mit Buden und Ständen für eine Süßwarenmesse. Die Aussteller verwiesen auf den geschlossenen Vertrag – und das Schützenfest muss vors Rathaus ausweichen.

September

Nach dem großen Erfolg von Kinderstede 2016 verlängert Bürgermeister Klaus Groß seinen Urlaub um sechs Wochen. „Meinen Job können die Kinderbürgermeister machen“, meint er.

Auf der A 28 zwischen Westerstede und Neuenkruge rollen wieder die Bagger an. Dabei war des Asphalt erst ein Jahr zuvor neu aufgetragen. „Wir haben das damals nicht lange genug aushärten lassen, um die Autofahrer nicht zu sehr zu belasten“, sagt Behördenleiter Joachim Delfs. Solche Zugeständnisse könne man jetzt nicht mehr machen. Bis Januar müsse die Autobahn komplett gesperrt werden – wenn denn das Wetter mitspielt. Regen, Sonnenschein, Hitze oder Kälte könnten die Maßnahme noch verlängern, heißt es aus Oldenburg.

Oktober

In Holtgast wird die Bahnstrecke immer noch rund um die Uhr bewacht. Allerdings muss dort kein Schrankenwärter mehr allein sitzen. Neben dem Übergang hat sich eine Bratwurst-Bude angesiedelt, die Schaulustige versorgt. Außerdem gibt es T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich war in Holtgast“ in sechs verschiedenen Sprachen.

November

Bad Zwischenahn ist Pleite: Michael Thürnau hat der Spielbank einen Besuch abgestattet. Nachdem er zunächst beim Bingo kein Glück hat, räumt er später am Roulette-Tisch ab. „Thürnau hat die Bank gesprengt“, muss Arno Schilling zugeben. Um den Gewinn auszahlen zu können, muss die Gemeinde nicht nur die Spielbank, sondern auch ihr Wasserwerk verkaufen. Als Käufer hat sich der Oldenburgisch-Ostfriesische-Wasserverband angeboten. Man wolle sein Angebot ausweiten, außerdem seien Spielbank und Wasserwerk im Paket ein echtes Schnäppchen.

Dezember

Nachdem er sich die Stadtrechte erschummelt hat, gelingt Apens Bürgermeister Matthias Huber der nächste Coup. In alten Unterlagen aus dem Kaiserreich, die er beim Ausmisten auf dem Rathausdachboden entdeckte, hat er von dem Aper Automobil-Pionier Fritz Hemkenrötter gelesen. Der fuhr bereits 1901 mit einem Auto durch das Ammerland. Als Kfz-Kennzeichen hatte er die Buchstaben APE sowie die Hemkenrötters Initialen FH. Mit diesen Dokumenten reist Huber im karierten Anzug zu Verkehrsminister Dobrindt nach Berlin. Der findet sofort Gefallen an dem Ammerländer – was wohl am Anzug liegt. Ohne große Diskussionen genehmigt er das neue Nummernschild APE. Stolz fährt Huber am nächsten Tag mit seinem Wagen und dem Kennzeichen APE-N 1 zum Landrat. Kurz danach wird der Bürgermeister mit einem blauen Auge gesichtet...

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