Ammerland - Der Naturschutzbund und andere Organisationen geben Tipps zum Umgang mit Wespen und mit Wespenstichen.
Tipps gegen Wespen
Banal, aber wirksam: Essen abdecken und Süßes schnell wieder vom Tisch entfernen. Ebenfalls effektiv: Aus braunem Papier oder einer Mülltüte lässt sich leicht eine Wespennest-Attrappe bauen. Wespen denken, dass da schon ein anderer Stamm sein Häuschen gebaut hat und bauen lieber woanders.
Nähern sich Wespen doch, sollten sie mit einer langsamen Handbewegung zur Seite geschoben werden. Als Hilfsmittel kann auch eine Serviette genutzt werden. Auf hektische Bewegungen reagieren die Tiere hingegen aggressiv.
Um Wespen fernzuhalten, kann ein Teller mit überreifem Obst etwa fünf bis zehn Meter vom Esstisch entfernt aufgestellt werden. Am liebsten stürzen sich Wespen übrigens auf Weintrauben, die schon etwas gegoren sind. Das fanden Schüler bei „Jugend forscht“ heraus. Auch angefaulte Äpfel ziehen die Tiere an.
Mit fortschreitendem Sommer und damit abnehmendem Nahrungsangebot in der Natur, fliegen Wespen verstärkt an, was wir auf den Esstisch im Garten stellen. Dann helfen auch solche Ablenkungsversuche nicht mehr. Dasselbe gilt übrigens für angezündetes Kaffeepulver.
Für sehr wirkungsvoll halten Experten es, mit einem Wasserzerstäuber vorsichtig in Richtung der Tiere zu sprühen. Mit nassen Flügeln können Wespen nämlich nicht fliegen. Allerdings muss man dann immer wieder sprühen.
Hilfe bei Wespenstichen
Nach einem Wespenstich wird empfohlen, die betroffene Stelle zu kühlen. Um den Kreislauf anzuregen und die Adrenalinausschüttung zu verstärken, kann man einen starken Kaffee trinken. Alkohol sollte vermieden werden. Antihistaminhaltige Insektenstichsalben können ebenfalls aufgetragen werden. Die Beschwerden lassen sich auch dadurch lindern, indem man unmittelbar nach dem Stich Salmiakgeist auf die Stichstelle einmassiert oder vorsichtig eine halbe Zwiebel auf die betroffene Hautpartie drückt.
Ein Sonderfall sind allerdings Menschen mit allergischen Reaktionen (drei bis fünf Prozent der Bevölkerung) auf Wespenstiche. Bei Symptomen wie Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit oder bei Stichen im Mund sollte umgehend ärztliche Hilfe geholt werden. Allergiker sollten im Sommer und Herbst ein Notfallset mitführen.
