Westerstede - Gerade hat Jens Schroeder den Weihnachtsbaum im Foyer des Westersteder Rathauses abgeschmückt, da klingelt es – wegen der Corona-Beschränkungen ist die Tür ausnahmsweise zu. Mit dem Schlüssel in der Hand saust er zum Eingang und klärt kurz die Wünsche der Besucher ab. Später stehen Botengänge an. Er sammelt die Post ein, jagt sie durch die Frankiermaschine und bringt sie zum Briefkasten.
Seit September dabei
„Langweilig wird es nie“, sagt der 40-Jährige. Er ist der neue Hausmeister der Stadtverwaltung. Im September hat er die Aufgaben von Reiner Willms übernommen. Zuvor war er seit 2013 bei der Verwaltung des Hössensportzentrums beschäftigt und hatte dort hin und wieder bei Hausmeistertätigkeiten ausgeholfen. „Ich wusste, was mich erwartet“, erklärt er.
Ausbildung als Kaufmann
Und wodurch qualifiziert sich ein Hausmeister einer Stadtverwaltung? „Handwerkliches Geschick ist wichtig, aber mir kam zugute, dass ich außerdem eine kaufmännische Ausbildung habe“, sagt der gebürtige Westersteder. Denn auch am Computer verbringe er einen Teil seines Arbeitsalltags. Druck- und Kopierdienste, Postgänge und Botendienste, Sitzungsvorbereitungen, Auf- und Abbauten oder auch mal Glückwünsche überbringen und Urkunden überreichen – die Liste der Aufgaben ist lang und vor allem abwechslungsreich.
So ist der Hausmeister in der Zentrale anzutreffen oder auch im Keller, wo sein Werkzeugschrank steht. Kleinere Reparaturen nimmt er selbst vor, andere Aufträge werden an den städtischen Bauhof weitergereicht oder extern vergeben.
Sein Arbeitsplatz sei die gesamte Stadtverwaltung, erklärt der Westersteder. Er schätze das gute Betriebsklima und die vielfältigen Aufgabenbereiche.
„Manchmal hat man Termindruck, um die Aufgaben alle zu erledigen, aber man hat auch Spielraum und kann selbstverantwortlich handeln. Das Schöne: Jeder Tag ist anders.“
