Westerstede - – „Schön, dass wir für die Kita-Kinder etwas machen konnten“, erzählt Alexander Bechara, Vorsitzender des Fördervereins der Kindertagesstätte „Am Schützenbusch“, und berichtet von der jüngsten Nikolaus-Aktion. „200 Stutenkerle hatten wir bestellt. Die Bäckerei Piepers ist uns preislich sehr entgegengekommen.“ Die Freude bei den Mädchen und Jungen sei groß gewesen. „Das ist unser Ansinnen – den Kindern, besonders auch in der Corona-Zeit eine Überraschung zu machen.“
Da derzeit keine Veranstaltungen möglich seien, lebe der Förderverein von den Jahresbeiträgen der Mitglieder, die pro Jahr und Mitglied sechs Euro betragen. „Einige Mitglieder zahlen freiwillig einen höheren Beitrag“, so der Vorsitzende. Der Osterbasar sei die Haupteinnahmequelle des Fördervereins gewesen: „2019 haben wir rund 2000 Euro eingenommen. Das Geld kommt ausschließlich den Kindern zugute.“ Die Basare 2020 und 2021 seien coronabedingt ausgefallen und damit auch drastisch die Einnahmen für den Förderverein zurückgegangen.
Gründung 1973
1973 wurde der Kindergartenverein „Am Schützenbusch“ von Eltern gegründet, der bis 2015 auch Träger der Kita war. Mit Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Westerstede wurde dann 2015 der Förderverein ins Leben gerufen. Alexander Bechara erinnert sich daran, dass für die Umwandlung des Kindergartenvereins in einen Förderverein eine Satzungsänderung erforderlich war, die von jedem einzelnen Mitglied unterschrieben werden musste. „Wir haben alle 100 Mitglieder erreicht, teilweise durch Klinkenputzen. Das hat uns als Vorstandsteam zusammengeschweißt.“
Wünsche äußern
Der Förderverein reiche jeweils im Frühjahr einen Rundbrief in die einzelnen Gruppen, mit der Bitte, Wünsche zu äußern. Das Budget der Stadtverwaltung sei begrenzt und nicht alle Wünsche könnten erfüllt werden. „Da helfen wir als Förderverein. Beispielsweise bei den Spielgeräten im Garten hat der Verein finanziell unterstützt.“
Von den fast 200 Kindern in der Kita seien etwa zehn Eltern, die im Förderverein sind, aktiv engagiert. Stolz sei der Förderverein auf etwa 80 langjährige Mitglieder. „Die Eltern finden die Arbeit des Fördervereins gut, wollen aber selbst nicht aktiv werden“, so Bechara. Dabei mache die Vereinsarbeit in einem rührigen Team viel Spaß.
Handabdruck
„Wir hatten als Förderverein mal einen Traum, den wir seit zwei Jahren träumen, beziehungsweise durch Corona nicht weiterverfolgt haben“, erzählt der Vorsitzende von der Idee, bei der es um die weiße Wand in der Eingangshalle der Kita geht. Diese Wand hätte der Verein gerne mit mobilen Teilen verkleidet, um einen Baum darauf abzubilden. Jedes Kind, das neu in den Kindergarten komme, sollte seinen Handabdruck machen, der dann in den Baum für die Zeit, die das Kind im Kindergarten ist, gehängt werde. „Wenn das Kind dann nach den Jahren aus dem Kindergarten verabschiedet würde, hätten wir als Förderverein eine Zeremonie gemacht und eben diesen Handabdruck dem Kind wieder zurückgegeben, als Symbol, als Erinnerung, als Geste. Diese Idee lässt uns nicht los, und irgendwann werden wir sicher wieder daran arbeiten können“, hofft der Vorsitzende.
