Westerstede - Ein Verein, der sich Deutscher Hausfrauenbund, Netzwerk Haushalt, nennt? Den gibt es – auch in Westerstede, und das seit knapp 50 Jahren mit einem gut funktionierenden Vereinsleben. Aktuell hat der Verein etwa 100 weibliche Mitglieder. „Wir verzeichnen derzeit einen regen Zuwachs an Frauen, darüber freuen wir uns. Unser Jahresprogramm kommt an“, zeigt sich Vorstandsmitglied Gudrun Lampe sehr zufrieden.
Allerlei Ausflüge
Das Jahresprogramm sollte auch in diesen Monaten mit allerlei frischen Ideen, vielseitigen Themenkomplexen und interessanten Halbtagesfahrten daherkommen. Dafür hatten die Frauen eine bunte Palette an Angeboten zusammengestellt. Doch die Pandemie machte die Pläne zunichte: „Derzeit finden wegen der Corona-Krise keine Aktivitäten statt. Die geplanten Fahrten wie beispielsweise zur Beetpflanzengärtnerei Emsflower, zu Aal-Bruns oder die Schleusenfahrt ruhen und werden auf 2021 verlegt“, so Gudrun Lampe vom Vorstand des DHB Netzwerk Haushalt, Ortsverein Westerstede. Man werde die Lage kritisch von Monat zu Monat bewerten. „Unsere Mitglieder gehören überwiegend zur Risikogruppe und da planen wir sehr achtsam“, betont sie und blickt vorsichtig auf den September. Alle Veranstaltungen vorher seien abgesagt. Ob der geplante Vortrag im September stattfinde, müsse man abwarten.
Am 3. März 1971 wurde der Ortsverband Westerstede gegründet und setzt sich seitdem für die Interessen derer ein, die einen Haushalt führen. Ob es im nächsten Jahr eine Jubiläumsfeier geben wird? Auch das hängt von der aktuellen Situation ab.
Doch zurück zum breitgefächerten Angebot des Vereins: Im zweijährigen Rhythmus organisiert das Westersteder Netzwerk auch zu hausfrauenrelevanten Themen Besichtigungen wie etwa zur Molkerei Dringenburg, zur Käserei Edewecht, zu Edeka Neuenkruge oder zum Kochen bei der EWE. „Diese Fahrten sind interessant und kommen bei den Mitgliedern sehr gut an.“
Zentrale Themen des Netzwerkes auf Bundesebene, das in Deutschland im Jahr 1915 gegründet wurde und aktuell deutschlandweit mehr als 500 Ortsverbände zählt, sind Hauswirtschaft und Familie, aber auch Beruf und Verbraucher. Im Mittelpunkt steht besonders der Privathaushalt und seine Schnittstellen zu Politik, Recht, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Ziel des Verbands ist es, die Rechte der im Haushalt Tätigen zu stärken.
In Westerstede wird der Verein von drei Frauen geführt. Noch bevor das Coronavirus das öffentliche Leben durch Kontaktverbot verändert hat, trafen sich die Mitglieder des Ortsvereins zur obligatorischen Jahreshauptversammlung, um eben jenen Vorstand zu bestimmen. Die neue Chefriege besteht aus Hela Erben, Gudrun Lampe und Elvira Zygrodnik. „Jede hat ihre speziellen Aufgaben, wir tauschen uns aus und Absprachen treffen wir gemeinsam“, so Gudrun Lampe. Um die Kasse kümmert sich weiterhin Margret Hoffbuhr, als neue Beisitzerin vervollständigt Elke Welp den Vorstand.
Langjährige Mitglieder
Die bisherige Vorsitzende Doris Gronemeier und die Beisitzerin Grudrun Bauszus kandidierten aus persönlichen Gründen nicht wieder und wurden mit gebührendem Dank und Präsent aus ihrem Amt verabschiedet. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Marlene Ubben für 40 Jahre, Magdalene Kreutz und Margret Hoffbuhr jeweils für 20 Jahre und Gesa Kamrath für 25 Jahre. Ebenfalls geehrt wurden Hille Wempen für 20 Jahre und Hanna Sütering für 35 Jahre – beide Frauen konnten nicht an der Versammlung teilnehmen – ausgezeichnet.
Neue Mitglieder sind im Verein immer willkommen. Nähere Informationen erhalten Interessierte unter
