Westerstede - Stolperstellen sind schon lange Thema in Westerstede. Bereits im April 2018 berichtete die NWZ über die mangelnde Barrierefreiheit. „Wir mussten aktiv Druck machen“, kann sich Heiko Ockenga, stellvertretender Vorsitzender des Heimbeirates des evangelischen Altenzentrums, erinnern. Im Laufe der Zeit hatten Ockenga und Anke Gröhlich, 1. Vorsitzende, der Stadtverwaltung sechs Stolperstellen gemeldet, von denen bereits fünf beseitigt wurden. Nun wurden noch einmal vier Gefahrenstellen nachgereicht. „Wir warten darauf, dass auch die noch entschärft werden“, sagt Ockenga, „Ich arbeite für die Leute, die mit Rollatoren unterwegs sind oder im Rollstuhl sitzen und setze mich dafür ein, dass sie ohne große Hampelei durch die Innenstadt kommen.“
Schon abgearbeitet
Er fährt fort: „Zwei von den nachgemeldeten vier Stolperstellen sind bereits angegangen worden.“ Das laufe mittlerweile sehr gut. So zum Beispiel ist die Gefahrenstelle an der Kreuzung Schillerstraße/Wilhelm-Geiler-Straße schon passé: Hochstehende Steine hatten das Überqueren erschwert, nun sind sie wieder ordentlich gesetzt.
Auf Nachfrage der NWZ berichtet Rolf Hinrichs, der das Bauamt der Stadt Westerstede leitet, dass die Stolperstelle weiter vorne an der Wilhelm-Geiler-Straße (Bild oben) bereits dem Straßen- und Wege-Ausschuss vorläge. Hier ist die rote Farbe des Überweges abgebrochen, die Kante leicht erhöht. „Wir müssen gucken, wann wieder Markierungsarbeiten anstehen“, sagt Hinrichs, dann werde die Stelle mit bearbeitet. Der richtige Zeitpunkt sei derzeit nicht.
Fußweg zugeparkt
Etwas komplizierter sieht es mit Stolperstelle vier auf der Liste aus. Dabei geht es um einen Fußweg zwischen Auf der Lohe und Am Rechter/Ärztehaus. Das Problem: Der Weg ist häufig durch parkende Autos blockiert, sodass das Passieren für Rollstuhlfahrer unmöglich ist. „Das ist etwas aufwendiger. Die Stadt weiß um diese Stelle, aber da muss mehr passieren“, äußert sich Ockenga.
„Kreatives Parken“
Der Parkplatz sei seinerzeit „gestalterisch hergestellt worden“ erklärt Hinrichs. Durch die verschiedenen Steine sei schwer zu erkennen, wie das Parken theoretisch vorgesehen sei. So solle eigentlich schräg geparkt werden, aber das mache niemand. „An manchen Tagen sieht das ganz schön wild aus. Manche parken wirklich sehr kreativ“, gibt Hinrichs zu, der die Situation von seinem Bürofenster aus beobachten kann.
Ausschuss berät über Problemstelle
Bezüglich der Stolperstelle sagt er: „Wir nehmen uns der Sache natürlich gerne an, aber momentan weiß ich auch noch keine Patentlösung“. Die Problemzone werde dem Ausschuss aber ebenso vorgelegt.
