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Anbau Drei Jahre Früher Gestartet In der Ammerländer Versicherung wird es eng

Westerstede - Der Bagger rollt in diesen Tagen unermüdlich über das Firmengelände der Ammerländer Versicherung am Orchideenkamp: Die Bauarbeiter bewegen mit der Schaufel unzählige Kubikmeter Erde, setzen Armierungen und gießen Beton. Geschäftsführer Axel Eilers blickt zufrieden auf das geschäftige Treiben: „Bis zu den Sommerferien werden wir den Erdgeschossdeckel der Tiefgarage fertig stellen.“

Die war eigentlich im ursprünglichen Bauvorhaben gar nicht eingeplant – genauso wenig wie der vorgezogene Baubeginn für den zweiten Flügel des Firmengebäudes. Rund 3,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen: „Wir hoffen, dass wir damit für die nächsten zehn Jahre gut aufgestellt sind“, erklärt Eilers. Aktuell arbeiten 145 Mitarbeiter in dem Unternehmen, das seit 1923 am Firmenstandort Westerstede verwurzelt ist und seit 2001 bundesweit agiert.

70 neue Mitarbeiter

Ursprünglich wollte die Ammerländer Versicherung erst im Jahr 2023 mit dem Bau starten, „aber wir brauchen den Platz deutlich früher“, so Eilers. Läuft alles nach Plan, ist der Rohbau Ende 2020 fertig. Für Sommer 2021 ist die Einweihung in den Terminkalender eingetragen. 70 neue Mitarbeiter sollen dann in dem Anbau einen Arbeitsplatz finden.

Der Gebäudetrakt wird an den Foyer-Turm gesetzt, der künftig beide Flügel miteinander verbindet. 2018 war der erste Trakt nach zweijähriger Bauphase abgeschlossen, damals investierte der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit bereits 5,4 Millionen Euro.

Der jetzige Neubau unterstreicht, was die ersten Quartalszahlen aus 2020 schwarz auf weiß belegen: Das Ammerländer Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs – und das seit Jahren. Selbst die Corona-Pandemie kann den Erfolgskurs nicht ausbremsen: Die Beitragseinnahmen sind 2019 um 17 Prozent auf rund 55 Millionen Euro gestiegen. Die Mitgliederzahl ist von März 2019 bis März 2020 von 566 154 auf 652 092 Kunden gestiegen. Damit konsequenterweise verbunden sind zugleich Mehrausgaben für Gehälter und Provisionen: Lagen die Ausgaben im ersten Quartal 2019 bei 5,3 Millionen Euro, liegen sie im ersten Quartal 2020 bei knapp 6,3 Millionen Euro.

Positive Zahlen

„Diese ersten Quartalszahlen sind positiv und lassen eine ähnliche Entwicklung wie in den vergangenen Jahren vermuten“, resümiert Eilers. Trotz Corona musste sich das Unternehmen kaum mit Zahlungsausfällen auseinandersetzen.

Besonders angezogen hat die Fahrradvollkasko-Versicherung: Bereits 2019 lief dieser Versicherungsbereich der Unfallversicherung den Rang ab und landete auf Platz zwei hinter der Hausrat- und Glasversicherung: „Dieser Bereich bleibt mit 70 Prozent am Beitragsvolumen unser Kerngeschäft“, so Eilers. Aber das Geschäft für die Fahrrad-Vollkaskoversicherungen nimmt weiterhin an Fahrt auf: „Allein im Mai haben wir rund 12 400 private Fahrradversicherungen verkauft – das sind pro Tag etwa 400“, führt Eilers auf.

Der Grund dafür könnte unter anderem in der Corona-Pandemie liegen: Immer mehr Menschen nutzen Räder und Pedelecs und meiden die öffentlichen Verkehrsmittel. Vor allem Pedelecs stehen hoch im Kurs – müssen aber auch entsprechend gut versichert sein. Eilers blickt entspannt auf die Zukunft des Unternehmens. Allerdings ist sich der Geschäftsführer sicher, dass sich die Arbeitswelt mit Blick auf Digitalisierung und Corona in den nächsten Jahren stark verändern wird. Angst hat er davor nicht : „Da bleiben wir dran!“

Katja Lüers
Katja Lüers Reportage-Redaktion
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