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Leserreaktionen Nach Artikel Zur Tannenloge Raser in Spielstraßen regen Westersteder auf

Jasper Rittner
Jasper Rittner Imke Harms

Westerstede - Eigentlich ist in Spielstraßen Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben. Doch daran hält sich so gut wie niemand. Beim Test in der Tannenloge waren Autofahrer zum Teil sogar mit mehr als 50 Stundenkilometern unterwegs. Die meisten fuhren mit Geschwindigkeiten um die 25 km/h. Erlaubt sind hingegen nur 7 km/h. Nach unserem Bericht folgte eine Flut von Reaktionen. Hier eine Auswahl:

„Die Straße Alte Weide im Hössengebiet ist ebenfalls als Spielstraße ausgewiesen. Bis vor zwei Jahren war sie nur einseitig bebaut und wurde relativ wenig befahren. Nun ist aber das Baugebiet Hössen IX auf der anderen Straßenseite entstanden und der Rest der ursprünglichen Kuhweide wird noch in diesem Jahr bebaut, sodass der Verkehr deutlich zugenommen hat und noch weiter zunehmen wird. An die Schrittgeschwindigkeit wird sich kaum gehalten, was besonders problematisch ist, da kein Fußweg existiert“, schreibt Katharina Goletz. Sie wünscht sich regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen.

Probleme im Sanddornweg

„Auch am Sanddornweg sind viele viel zu schnell unterwegs, Anwohner, Paketzusteller, usw... Manchmal hat man das Gefühl, man muss ins Beet springen, um nicht umgefahren zu werden“, schreibt Anja Wilken.

„Wir wohnen auch in einer Spielstraße und auch hier wird zu schnell gefahren. Viele Fahrer wissen gar nicht, dass in verkehrsberuhigten Bereichen nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Sie meinen, Tempo 30 wäre erlaubt. Unserer Meinung nach muss hier der Begriff der Spielstraße noch mehr erklärt werden“, regten Hermann und Christa Willigmann an.

Beschimpfungen und Beleidigungen

„Meine Frau, mein zweijähriger Sohn und ich wohnen in der schmalen Bürgermeister-Niemann-Straße. Es gibt hier keine Fußwege, der Bewuchs der Grundstücke reicht häufig bis an die Schwarzdecke der Straße. Und dennoch befahren sehr viele Fahrzeuge diese enge Straße mit viel zu hohem Tempo, sogar bei Dunkelheit wird hier häufig mit viel zu hoher Geschwindigkeit gefahren. Spricht man die Fahrerinnen und Fahrer darauf an, wird man belächelt oder beschimpft und noch einmal Gas gegeben“, schreibt Jens Witthus.

„Auch Am Hamjebusch wird zu schnell gefahren und rechts vor links wird nicht beachtet“, meint Bernd Wagho.

Zu wenig Einsicht

„Ich bin Anwohner der Goethestraße in Westerstede. Hier wird leider auch viel zu oft gerast. Die Polizei hat hier vor geraumer Zeit einmal die Geschwindigkeit gemessen, allerdings direkt an der Krippe am Schützenbusch. Dort gibt es immer wieder einsichtige Fahrer.“ Auf folgenden Teilstrecken sei die Einsicht aber oft dahin: Goethestraße Richtung Innenstadt: „Abends gibt es Fahrer die hier mindestens 80 km/h fahren und massiv beschleunigen. Goethestraße Richtung Tannenloge: An der Krippe, als auch bei den darauffolgenden Einmündungen (Mendelstraße, Karl-Jaspers-Straße – rechts vor links) zeigen viele Autofahrer noch Einsicht. Von der Karl-Jaspers-Str. bis zum Kreisel bei Kapels wird dann aber wieder stark beschleunigt. Auch hier gibt es Spitzen vor allem in den Abendstunden.“

Offensichtlich würden sich viele Verkehrsteilnehmer denken, sie könnten durch die Goethestraße rasen, wenn Kindergarten und Schule vorüber sind, hat Alexander Bechara beobachtet. Er wünscht sich Kontrollen auch mal in den Abendstunden.

Keine Kontrollen

„Wenn ich in einer Spielstraße unterwegs bin oder einen Bus an einer Haltestelle mit Warnblinklicht überhole, sehe ich im Rückspiegel immer nur eine Situation: die nachfolgenden Autofahrer fahren auf, bis kurz vor meiner Stoßstange, manchmal auch noch mit Lichthupe. Und es ist egal ob in Westerstede, Oldenburg oder Bremen. Zu befürchten haben die Autofahrer nichts. Kein Polizist überwacht die Überholvorgänge von Bussen an Haltestellen oder in Spielstraßen.“

„An die Nase fassen müssen sich die Anwohner in der Tannenloge wohl selber. Dort findet nur Anliegerverkehr statt. Die potenziellen Verkehrssünder sind Mütter mit Kleinkind im Kindersitz auf der Rücksitzbank, die gerade vom Einkaufen kommen, Familienväter, die zur Arbeit fahren (auch mit Kindersitz auf der Rücksitzbank)“, schreibt Ulrich von Scheven. Haben Sie auch in Ihrer (verkehrsberuhigten) Straße Probleme mit Rasern? Schreiben Sie uns Ihre Beobachtungen und Hinweise per Mail an red.westerstede@nwzmedien.de.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
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