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Video-Dreh mit DLRG in Westerstede Comedian nimmt Angst vorm Schwimmen

Tom Ole Theilken
Video-Dreh zum Song „Schwimmflügelfrei“: Für die Abschluss-Szene wurden die Schwimmflügel weit weggeworfen.

Video-Dreh zum Song „Schwimmflügelfrei“: Für die Abschluss-Szene wurden die Schwimmflügel weit weggeworfen.

Westerstede - „Seepferdchen“, rufen rund 20 Kinder aus Leibeskräften und werfen ihre Schwimmflügel in die Höhe. Damit ist die Abschlussszene im Kasten. Zwei Tage lang drehte die DLRG Westerstede am vergangenen Wochenende zusammen mit dem Comedian „Bademeister Schaluppke“ alias Robbi Pawlik im Hössenbad ein rund dreieinhalbminütiges Video. Das Ziel: Eine Motivationshilfe für Kinder, schwimmen zu lernen.

Das Video soll zusammen mit dem von Pawlik geschriebenen Song „Schwimmflügelfrei“, Kindern die Angst vor dem Schwimmen nehmen und somit der hohen Anzahl an Nichtschwimmerkindern entgegenwirken. „Es ist ein großes Problem, dass mehr als die Hälfte aller Kinder in Deutschland nach dem Grundschulalter nicht schwimmen können. Diese Problematik hat sich während der Coronakrise noch verschärft“, so Pawlik, der in der Coronazeit als Künstler ebenfalls nicht vor Publikum auftreten konnte und in dieser Zeit den Song schrieb. Mit der Westersteder DLRG entwickelte er dann die Videoidee. Der Kontakt zwischen „Bademeister Schaluppke“ und der DLRG Ortsgruppe besteht schon seit 2013.

Die Story

Im Video geht es um einen schüchternen Jungen, der Angst vor einem Schwimmkurs hat. Er versteckt sich in den Umkleidekabinen und rennt vor dem Wasser weg. Nach und nach lässt er sich aber auf den Schwimmkurs ein, findet Spaß am Wasser und feiert am Ende ein Erfolgserlebnis, indem er sein Seepferdchen schafft.

Dabei singt die Schwimmlehrerin, gespielt von der Kölner Schauspielerin Daniela Wutte, Pawliks Song „Schwimmflügelfrei“ und vermittelt den Kindern die Freude am Schwimmen. Auch Wutte weiß, wie groß die Nichtschwimmerproblematik in Deutschland ist: „Ich merke die Situation in meinem eigenen Umfeld. Mein achtjähriges Kind hat selbst in der Coronazeit das Seepferdchen gemacht. Wenn Kinder nicht schwimmen können, kann das lebensgefährlich sein.“

Die Teilnehmer

Die Hauptrolle des schüchternen Jungen, wird im Video vom sechsjährigen Linus gespielt. Der Westersteder besucht den Kindergarten in Halsbek und hat bereits im vergangenen Jahr sein Seepferdchenabzeichen absolviert: „Ich liebe das Schwimmen. Zuhause haben wir auch einen großen Pool, wo ich immer schwimme“, erzählt Linus, der großen Gefallen am Dreh gefunden hat: „Es macht mir sehr viel Spaß, weil wir alles im Wasser machen dürfen. Meine Freunde sind auch dabei“, berichtet der kleine Hauptdarsteller. Dennoch ist der Videodreh auch eine Herausforderung: „Es ist schon anstrengend, weil wir ganz viel tauchen und schwimmen müssen. Aber ich habe noch Kraft“, verrät er vor den letzten anstehenden Aufgaben. Neben Linus sind noch knapp 20 weitere Kinder aus dem Westersteder Umkreis am Dreh beteiligt.

Mächtig Lob für die Kinder gab es von „Bademeister Schaluppke“ und Daniela Wutte: „Wir haben mit super lieben Kindern gearbeitet, die sofort Vertrauen zu uns aufgebaut haben. Besser hätte es nicht laufen können“, so Wutte. Insgesamt 26 Kurzszenen plus weitere längere Abschnitte ergeben am Ende das Video. Für den Dreh ist die Produktionsfirma tvist verantwortlich.

Bundesweit

Der DLRG-Bundesverband zeigte sich ebenfalls begeistert, die Verantwortlichen wollen dafür sorgen, dass das Video ausgespielt wird. DLRG-Bundespressesprecher Achim Wiese: „Wenn man sieht, mit wie viel Spaß die Kinder hier dabei sind, dann hoffe ich, dass auch noch viele Tausende weitere Kinder Spaß am Schwimmen durch dieses Video finden werden.“ Abschließend lobte er die engagierte Arbeit der DLRG Westerstede, die mit ihrem Engagement eine Leuchtturmgruppe in Norddeutschland darstelle.

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