Westerstede - Norbert Brumloop ist zufrieden: „Die Erweiterung ist gelungen“, resümiert der ehemalige Schulleiter des Gymnasiums Westerstede. Er hat die Planungen für den Neubau maßgeblich mit gestaltet und vorangetrieben, so dass im August 2017 der Verwaltungsausschuss über das Vorhaben positiv entscheiden konnte. Keine drei Jahre später steht nun der Neubau mit 1200 Quadratmetern Nutzfläche. Die zehn neuen Klassenzimmer und zwei zusätzlichen Räume sind technisch auf dem neuesten Stand.

Auch Brumloops Nachfolger Henning Kratsch ist zufrieden: Für ihn ist der Neubau „ein Schmuckstück, das solide ausgestattet und zugleich nachhaltig und zukunftsorientiert ist“. Aber der zusätzliche Platz sei dringend notwendig gewesen: „Sonst hätten wir am Donnerstag zu Schulbeginn auf der Straße unterrichten müssen.“

Gestern Nachmittag fand die offizielle Einweihung der Erweiterung statt – allerdings in Zeiten von Corona ohne „Pauken und Trompeten“.

In der 110-jährigen Geschichte der Europaschule Westerstede geht damit der 16. Bauabschnitt zu Ende: 4,7 Millionen Euro investierte die Stadt. Innerhalb von nur drei Jahren ist es der Verwaltung und Politik gelungen, im Schulterschluss den Neubau fertig zu stellen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Bürgermeister Michael Rösner.

Im Januar 2019 war der Startschuss gefallen, im Dezember 2019 wurde der Rohbau fertig gestellt und im Januar 2020 wurde mit den Ausbauarbeiten begonnen. Trotz der Corona-Pandemie gab es keine zeitlichen Verzögerungen. Die Erweiterung des Schulgebäudes war auch mit Blick auf die Umstellung von G 8 auf G 9 nötig geworden.

Und ist nun Schluss mit den Bauarbeiten? Hans Eden, der inzwischen verstorbene stellvertretende Leiter des Gymnasiums sagte einmal: „Eine Schule ist nie fertig.“ Kratsch kann dem nur zustimmen, die eine oder andere Idee hätte er da auch noch im Kopf. Rösner kann das zwar nachvollziehen, betonte aber zugleich: „Nun sind erstmal die anderen dran!“

Katja Lüers
Katja Lüers Reportage-Redaktion