Westerstede - Ammerländer Versicherung in Westerstede gegründet. Doch so richtig dynamisch entwickelt hat sich das Unternehmen erst in den letzten Jahren. Hatte man 2007 gerade mal 20 Mitarbeiter, so sind es inzwischen 165 – Tendenz weiter steigend. Sichtbares Zeichen dafür ist auch die 2018 bezogene Hauptverwaltung am Orchideenkamp.
Denn: noch bevor sie überhaupt bezogen wurde, gab es schon Pläne für eine Erweiterung. Trakt zwei ist jetzt so gut wie fertig. In diesen Tagen werden die Büros bezogen. Und die sehen – ganz bewusst – etwas anders aus.
Bunte Arbeitswelt
„Die Arbeitswelt wandelt sich, dem folgt unser Konzept“, sagt Vorstandschef Axel Eilers. Es gibt knallbunte Teppiche, die Räume haben deckenhohe Fenster, Licht durchflutet die Büros. Statt lauter „Einzelzellen“ gibt es nun auch einen „Open Space“, eine Art Loft, wo Mitarbeiter an normalen Schreibtischen oder an Hochstühlen sitzen. Es gibt auch Sofa-Ecken, wo man seinen Laptop aufklappt, aber auch „Denkerzellen“, in denen man ungestört ist. Beim „Desk-Sharing“ sucht man sich tagesaktuell einen individuellen Arbeitsplatz. „Das dient der Mitarbeiterzufriedenheit und bietet Raum für Kreativität und Produktivität“, findet Eilers. Flexible Raumelemente sorgen dafür, dass sich Arbeitsatmosphäre je nach Bedarf verändern lässt. Die meisten Schreibtische sind elektrisch höhenverstellbar. Man kann im Stehen oder im Sitzen arbeiten und die Position auch mehrfach am Tag wechseln.
Homeoffice wichtig
Gleichwohl wird es auch weiterhin „normale“ Büros geben. Und Homeoffice ist nicht nur wegen Corona zu einer wichtigen Säule geworden.
Nach 4,8 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt hat die „Ammerländer“ für den Anbau noch einmal 3,2 Millionen Euro investiert (jeweils ohne Grundstück). Insgesamt hat das vom Oldenburger Architekten Detlef Juilfs entworfene Gebäude nun 4000 Quadratmeter Nutzfläche. Den „Open-Space“ hat der Bürofachhandel Westerstede konzipiert. Bleiben sollen aber auch alle dezentralen Standorte des Unternehmens in Westerstede.
Über eine Million Verträge
Das Wachstum geht nämlich unvermindert weiter. Im dritten Quartal 2021 stieg die Zahl der Verträge auf 1,13 Millionen nach 967 000 ein Jahr zuvor. Die Beitragseinnahmen stiegen um 14,7 Prozent auf mehr als 57 Millionen Euro.
Für ihre Wohnmobil- und Camper-Police erhielt die Ammerländer Versicherung erst im Sommer den Innovationspreis der Branche – bereits zum dritten Mal. Dass man am Orchideenkamp eine Nase für Trends hat und in Nischen erfolgreich ist, zeigt auch die Fahrrad-Vollkasko, die man als eines der ersten Unternehmen überhaupt auf den Markt gebracht hat.
