Wiefelstede - Neuer Aufschlag in der Diskussion um den Schulstandort Wiefelstede: Am kommenden Mittwoch, 11. Mai, wird die Verwaltung der Gemeinde Wiefelstede die Ergebnisse der Elternbefragung in Sachen Schulwahl auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Zu finden sein werden sie dann im Bürgerinformationssystem der Verwaltung. Das kündigte jetzt Tobias Habben, Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters, an. Knapp eine Woche später, Dienstag, 17. Mai, werden die Ergebnisse im Schulausschuss präsentiert und diskutiert. Der trifft sich um 17 Uhr, ein Tagungsort war am Montagnachmittag auf der Internetseite der Gemeinde Wiefelstede noch nicht angegeben.
Rund 300 Fragebögen
„Bis Mittwoch werden wir mit der Auswertung der Bögen durch sein“, so Habben. Rund 300 Fragebögen hatte die Gemeinde an Eltern von Kindern geschickt, die derzeit die vierte oder fünfte Klasse besuchen. Mit dem Rücklauf sei man im Rathaus durchaus zufrieden, so der Beamte. „Etwas mehr als 50 Prozent der angeschriebenen Eltern haben geantwortet“, berichtet Habben. Bis Ende April hatten die Eltern Zeit, den Fragebogen der Gemeinde wieder zukommen zu lassen. Mehr wollte Tobias Habben zu dem Thema noch nicht sagen, um der Sitzung des Schulausschusses in der nächsten Woche nicht vorzugreifen.
Ob die Verwaltung mit ihren Bögen alle in Frage kommenden Eltern erreicht hat, ist nicht sicher. Denn: „Wir mussten uns an den Geburtszeiträumen der Kinder orientieren“, sagt Habben. Die exakten Daten der Viert- und Fünftklässler dürften die Schulen aus Gründen des Datenschutzes nicht an die Verwaltung übermitteln, sagt der Beamte. So könne es sein, dass Kinder die vor dem sechsten Lebensjahr (die so genannten Kann-Kinder) eingeschult wurden, in der Befragung gar nicht erfasst seien, wie Habben erläutert.
Hintergrund der Befragung ist die Diskussion darüber, dass viele Kinder außerhalb der Gemeinde eine weiterführende Schule besuchen. Die SPD-Fraktion macht sich für eine Umwandlung der Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule stark. Sie argumentiert, dass eine Gemeinde wie Wiefelstede ein komplettes Schulangebot bis zum Abitur vorhalten müsse. Die CDU hingegen will die Wiefelsteder Oberschule weiter stärken. Dort werde eine erfolgreiche Arbeit geleistet. Was die SPD nicht in Abrede stellt. Das brisante Schulthema beschäftigt die Wiefelsteder Politik bereits seit Jahren.
In dem Fragebogen an die Eltern wollte die Verwaltung unter anderem wissen, welche Grundschule das Kind aktuell besuche und welche Schule es nach Abschluss der vierten Klasse weiter besuchen soll. Dazu wurde auch abgefragt, welcher Schulabschluss für das Kind erstrebt werde. Dazu kamen Fragen zur Priorität der Empfehlung der Grundschule über den weiteren Schulweg.
Aber noch weitere Fragen tauchten in dem Papier auf:
Erreichbarkeit
Wie wichtig ist die Entscheidung der Schulwahl von Freunden für das eigene Kind? Inwieweit ist ein Ganztagsangebot an der weiterführenden Schule wichtig für die Eltern? Und nicht zuletzt die Frage hinsichtlich der Erreichbarkeit der neuen Schule.
Wer sich für die Ergebnisse der Elternbefragung (Vorlage für die Ratsvertreter für die Sitzung des Schulausschusses) interessiert, geht auf die Internetseite der Gemeinde
