Wiefelstede - Die Wiefelsteder Fußballer haben das Eintracht-Duell in der Kreisliga für sich entschieden. Am Sonntagnachmittag setzten sich die Ammerländer im Spitzenspiel mit 2:1 (1:0) gegen den SVE Oldenburg durch und bleiben damit Tabellenführer Ohmstede auf den Fersen.
Trainer Mario Anderer gab nach hitzigen 90 Minuten zu, dass er vor der Partie einige Bauchschmerzen hatte. „Uns haben einige wichtige Spieler gefehlt. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie immer füreinander da ist und hat das heute in dieser ungewohnten Aufstellung gegen ein Spitzenteam überragend gemacht“, lobte der Wiefelsteder Coach. Sein Gegenüber, Andreas Bartels, sah in Wiefelstede ebenfalls den verdienten Sieger: „Wiefelstede war heute cleverer. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, die besseren Chancen hatte aber dann wohl Wiefelstede.“
In einer hart geführten Partie mit vielen Fouls brachte Timon Sylvester die Gastgeber in der 14. Minute in Führung. Nach einem lange Ball in die Schnittstelle entwischte er den Verteidigern und traf mit Übersicht per Heber über Torhüter Paul Nagel zur Führung. Auch in der Folgezeit wurden die Wiefelsteder immer gefährlich, wenn sie die Abwehrreihe der Oldenburger mit hohen Bällen überspielen konnten. Doch weder Jan Fehler (22. Minute) noch Sylvester (28.) bestraften die unkonzentrierte Abwehr der Gäste.
Im zweiten Durchgang zogen sich die Wiefelsteder dann weiter zurück, setzten aber immer wieder mit schnellem Umschaltspiel gefährliche Konter um. Erneut Sylvester (60.), Jonas Heimburger (72.) und Andre Geiken (81.) machten aus ihren guten Kontergelegenheiten aber zu wenig.
Die Oldenburger konnten kleinere Nachlässigkeiten der Gastgeber ebenfalls nicht nutzen. Jannis Reichel reagierte in der 51. Minute nicht schnell genug, als Torhüter Hendrik Oltmanns einen hohen Ball fallen lies. In der 63. Minute rettete der Außenpfosten die Wiefelsteder Führung.
Die Oldenburger blieben aber dran und wurden durch den Ausgleichstreffer in der 88. Minute belohnt. Theodore Detmers legte im Strafraum per Kopf quer auf Johannes Diezel, der schneller als sein Gegenspieler schaltete und aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf. Geschockt reagierten die Gastgeber aber keinesfalls. Nur zwei Minuten später war der eingewechselte Christoph Oltmanns zur Stelle und verwertete eine Flanke von Geiken zum 2:1-Siegtreffer.
In der Nachspielzeit warfen die Oldenburger noch einmal alles nach vorne und forderten in zwei Situationen vehement Elfmeter. „Mich ärgert es, dass der Schiedsrichter uns zwei glasklare Elfmeter verwehrt hat. Die erste Situation war schon ein klares Foul, doch die zweite Entscheidung habe ich so auch noch nicht erlebt“, polterte Bartels. Lukas Kleinmann war mit dem Ball am Fuß im Wiefelsteder Strafraum zu Fall gebracht worden, doch Schiedsrichter Leonhard Nagl ließ weiterspielen. Der Ausgleich gelang den Gästen nicht mehr.
Wiefelstedes Trainer Mario Anderer konnte die Aufregung nicht nachvollziehen: „Wir haben heute clever nach vorne gespielt und hätten eigentlich schon früher deutlich höher führen müssen. Der Sieg ist am Ende völlig verdient, weil wir auch nur sehr wenige Chancen zugelassen haben.“

