Wiefelstede - Während der Sommerferien des vergangenen Jahres war die Gemeinde Wiefelstede eine der wenigen im Landkreis Ammerland, die eine Ferienpass-Aktion im Angebot hatten. Zwar war die wegen der Corona-Pandemie erheblich abgespeckt und nicht vergleichbar mit den Aktionen der Jahre zuvor, aber wenigstens konnte mit ein paar Angeboten im kleineren Rahmen den Kindern ein wenig Abwechslung geboten werden.
Verfahren geändert
Für die kommenden Sommerferien, die vom 22. Juli bis zum 1. September dauern, will die Jugendpflege der Gemeinde Wiefelstede erneut ein Programm auflegen. Und das soll auch gleich in einem kleineren Stil geplant werden. „Zwar ist es bis zu den Ferien noch einiges hin, aber Gruppenfahrten sehe ich in der aktuellen Situation als kritisch an“, sagt Carsten Eikers. Er ist im Fachbereich Arbeit, Jugend und Soziales für die Seniorenarbeit und die Jugendpflege zuständig. Auch ein Zeltlager, das in den vergangenen Ferienpass-Aktionen immer einer der Höhepunkte war, dürfte wohl auch dieses Jahr noch nicht wieder möglich sein, wie Eikers glaubt.
Allerdings werden sich die Modalitäten der Anmeldung ändern, wie der Rathausmitarbeiter ankündigte. Konnte man in den Sommerferien 2020 diverse Angebote eine Woche vorher online buchen, so sollen die Kinder demnächst für die komplette Angebotspalette Wünsche ins Rathaus schicken.
„Wir haben im letzten Jahr gemerkt, dass zum Ende der Ferien die Beteiligung deutlich absackte“, erklärt Eikers. Möglicherweise seien Eltern müde geworden, sich jede Woche bei der Gemeinde einzuloggen.
Für die neue Runde sollen Wünsche für den gesamten Angebotszeitraum angegeben werden. „Über ein Computerprogramm können wir alles möglichst gerecht unter den Kindern zu verteilen“, sagt Carsten Eikers. So das jeder etwas abbekäme. Wenn dann noch freie Plätze vorhanden seien, ginge es nach dem Prinzip „wer kommt zuerst, mahlt zuerst“.
Weit weniger Teilnehmer
In den vergangenen Sommerferien hatte die Gemeinde 115 Aktionen für Kinder angeboten. Etwas mehr als 200 Kinder hatten daran teilgenommen. Im Jahr 2019, als an Corona und seine Auswirkungen noch niemand denken konnte, waren es 564 Kinder.
Auch Vereine habe die Verwaltung schon angeschrieben und gefragt, ob sie Angebote bieten wollen. „Der Rücklauf hält sich noch in Grenzen. Aber die Vereine haben ja auch mit Corona zu kämpfen“, sagt Carsten Eikers.
