Wiefelstede - Klimaschutz auf dem Sportplatz: Der Sportverein Eintracht Wiefelstede und die Gemeinde machen es vor. Die stromfressenden Flutlichter auf der Sportanlage des Vereins sind jetzt gegen viel sparsamere LED-Leuchten ausgetauscht worden. Das spart der Gemeinde nicht nur Geld, sondern schont auch Umwelt und Klima.
Echte Stromfresser
Und noch einen Vorteil bringt die neue Beleuchtung für die SVE-Kicker mit sich: Sie ist heller als die alte, sagt Marco Herzog, Leiter des Wiefelsteder Bauamtes. „Die alten Flutlichter haben im Laufe der Zeit an Leistung verloren“, weiß Herzog.
Bei den alten Leuchten handelte es sich um so genannte Natrium-Dampfleuchten, berichtet Ralf Geerdes, Vorsitzender des SV Eintracht. „Das waren richtige Stromfresser.“ Und weil beim Wiefelsteder Sportverein etliche Mannschaften, von den jüngsten Jugendteams bis zu den alten Herren, hinter dem runden Leder hinterher laufen, war das alte Flutlicht jeden Tag im Einsatz, so Geerdes.
Eigentlich wollte man schon 2017 an einen Austausch der Sportplatz-Beleuchtung ran, berichtet der Vereinsvorsitzende. Da habe es für die Gemeinde aber keine Förderung gegeben, erinnert Geerdes sich.
Das sieht dieses Mal ganz anders aus. Es gebe Geld von der Sportförderung des Landkreises und vom Bund, weiß Christian Schröder vom Wiefelsteder Bauamt. Eingepreist waren im Haushalt 62 000 Euro. Aber bei der Ausschreibung konnte das Wiefelsteder Rathaus noch ein viel besseres Ergebnis herausholen. Unterm Strich kosten die neuen LED-Lichter 40 000 Euro. Mehr als die Hälfte der Kosten werde aus Fördermitteln finanziert, sagt Schröder.
Ausgetauscht werden die Leuchtmittel an sieben Masten auf der Sportanlage unweit des Wiefelsteder Schulzentrums. „Insgesamt sind es 17 Leuchten, die ausgetauscht wurden“, berichtet Christian Schröder.
Viel weniger Strom
Eigentlich wollte der Sportverein eine Flutlichtanlage der Beleuchtungsklasse zwei haben. „Dann hätten hier auch Regionalligaspiele stattfinden können“, so der Vorsitzende. Die erste Fußball-Mannschaft des SV Eintracht Wiefelstede spielt in der Kreisliga. „Wir haben jetzt die Beleuchtungsklasse drei. Das reicht für uns völlig.“ Für die höhere Klasse hätten Masten umgestellt werden müssen. „Dann wäre es richtig teuer geworden“, sagt Ralf Geerdes.
Und noch einen Vorteil biete die neue Anlage. Sie leuchte den Trainingsplatz gleich mit aus. „Das war uns wichtig, dass der B-Platz ebenfalls in die Lichtkegel der neuen Flutlichtanlage fällt.“
Und das Beste zum Schluss: Die Anlage spare im Jahr 14 170 Kilowattstunden Strom. Das seien 70 Prozent weniger Verbrauch als bei der alten Anlage. „Das sind auf 20 Jahre gerechnet 167 Tonnen Kohlendioxid, die nicht in die Luft gehen“, rechnet Christian Schröder vor.
