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Transfrau kämpft für Akzeptanz Wiefelstederin steht im Finale von „Miss Germany“

Sie hat es ins Finale von „Miss Germany“ geschafft: Saskia von Bargen „will das Finale rocken“.

Sie hat es ins Finale von „Miss Germany“ geschafft: Saskia von Bargen „will das Finale rocken“.

Privat

Wiefelstede/Rust - Die Top 10 der „Miss Germany“ Wahl steht fest. Zehn Kandidatinnen haben sich beim Halbfinale für das große Finale am 4. März in der Europa-Park Arena in Rust qualifiziert. Eine von ihnen ist die 18-jährige Wiefelstederin Saskia von Bargen. „Miss Germany“ möchte die junge Frau nutzen, um über Transsexualität aufzuklären. Auch abseits des Wettbewerbs kämpft sie für ein selbstbestimmtes Leben und Akzeptanz. Was hat die 18-Jährige zur Teilnahme bewegt und warum will sie den Wettbewerb gewinnen?

Die Mission dahinter

Bei der Verkündung der Finalteilnehmerinnen sei von Bargen geschockt und von ihren eigenen Emotionen überwältigt gewesen, sagt die „Miss Germany“-Teilnehmerin. „Bis zum Schluss habe ich mit jeder einzelnen Kandidatin mitgefiebert“, so die 18-Jährige, „Umso dankbarer bin ich für die Chance, meine Geschichte und Mission zu teilen.“ Den Wettbewerb möchte die 18-Jährige zur Aufklärung nutzen, denn noch immer seien Transpersonen tabuisiert und unterrepräsentiert, erklärt die Finalistin. „In erster Linie möchte ich zeigen, dass auch eine nicht biologische Frau eine Frau ist“, sagt Saskia von Bargen.

Sie findet, eine Frau solle nicht anhand ihrer primären Geschlechtsorgane als Frau identifiziert werden. Es sei die Persönlichkeit, die eine Frau ausmache. Saskia von Bargen definiert eine Frau über ihre Selbstbestimmtheit, ihre Authentizität und Natürlichkeit aber auch über ihre Stärke und ihr Selbstbewusstsein.

Wandel des Wettbewerbs

Mit ihrer Mission passt Saskia von Bargen zur Neuausrichtung des „Miss Germany“-Wettbewerbs, der jährlich von den „Miss Germany“- Studios in Oldenburg organisiert wird. Denn „Miss Germany“ habe sich nach Angaben des Veranstalters verändert – weg vom klassischen Schönheitswettbewerb zu Female Empo-werment (deutsch: weibliche Ermächtigung). Durch das neue Konzept werden die Persönlichkeiten der Kandidatinnen in den Fokus gerückt. Die Miss-Wahl gäbe Frauen eine Bühne, die mit Haltung und Persönlichkeit die Welt verändern und Verantwortung übernehmen, heißt es auf Seiten des Veranstalters.

Das große Finale

„Die Freude auf das Finale ist groß“, so die 18-Jährige. Am 4. März findet das Finale der „Miss Germany“-Wahl zum 21. Mal im Europa-Park statt. Ab 18 Uhr wird die Live-Show auf der Streaming-Plattform Twitch (www.twitch.tv/missgermany) zu sehen sein. Erstmals wird sie von der RTL-Moderatorin Frauke Ludowig gemeinsam mit ihrer Tochter Nele Ludowig moderiert. Jury-Mitglieder werden unter anderem TV-Moderatorin Ruth Moschner sowie Autorin und Ernährungsberaterin Monica Meier-Ivancan sein. Die beiden werden neben Chef-Juror Bruce Darnell die Teilnehmerinnen bewerten.

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