Wiefelstedermoor - „Ich glaube, die ganzen Demos und die Blockade des Edeka-Lagers Ende Januar haben etwas gebracht“, sagt Theo Tietjen, Landwirt aus Wiefelstedermoor. Er war bei dem Treffen von Vertretern der Edeka, von „Land schafft Verbindung“ (LsV) und dem Landvolk in dieser Woche im Westerholtsfelder Edeka-Lager mit dabei.
„Wir haben auch vorgeschlagen, dass deutsche Produkte in den Edeka-Märkten stärker beworben werden sollen“, so Tietjen. Eine Forderung der LsV-Vertreter sei, Lebensmittel aus Deutschland zukünftig mit der Schwarz-Rot-Goldenen Fahne zu kennzeichnen, damit für die Verbraucher klar ersichtlich ist, dass das Produkt von Anfang bis Ende von Landwirten in Deutschland erzeugt worden sei, schreibt Edeka in einer Pressemitteilung zum Treffen.
Ferkel aus Dänemark
Das höre sich einfacher an als es am Ende sei, sagt der Westersteder Landwirt Arno Oeltjen und nennt ein Beispiel: „Die Ferkel, die wir in unseren Ställen mästen, stammen meist aus Dänemark oder den Niederlanden.“ Das müsste auf den Fleischprodukten ebenfalls kenntlich gemacht werden, so der Ammerländer Sprecher von „Land schafft Verbindung“.
Auch sei die geringe Wertschätzung der hohen Qualitäten deutscher Erzeugnisse diskutiert worden. Auch dazu kann Theo Tietjen ein Beispiel nennen. „Zu Weihnachten wurde französisches und argentinisches Rindfleisch intensiv beworben. Deutsches nicht.“ Bei vielen Landwirten sei da der Eindruck entstanden, deutsches Rindfleisch habe nicht die gleiche Qualität. „Das stimmt natürlich nicht“, so Tietjen.
Aktion vereinbart
Verabredet worden sei auch eine Aktion auf freiwilliger Basis. Edeka-Mitarbiter arbeiten einen Tag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit, Landwirte bei Edeka. „Sinn macht das, wenn eine Mitarbeiterin aus der Obst- und Gemüseabteilung auf einem Obst- oder Gemüsebetrieb hilft und umgekehrt der Landwirt bei Edeka sich um das Obst und Gemüsesortiment kümmert“, erklärt Oeltjen.
Fest stehe: Landwirte und Handelskette werden in Gesprächen bleiben und sich regelmäßig treffen.
