Bad Zwischenahn - Fünf Flächen hatte die Gemeinde Bad Zwischenahn als mögliche Standorte für neue Windräder ausgemacht. Jetzt ist klar: Zwei davon werden sich nicht halten lassen. Insgesamt geht deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtfläche verloren. Was das bedeutet und wie es jetzt weitergeht, damit wird sich der Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt beschäftigen, der am Dienstag, 13. Juni, um 17 Uhr im Haus Brandstätter (Kuppelsaal, Am Brink 5) tagt.
Die Gemeinde Bad Zwischenahn ist wie die anderen Ammerland-Kommunen gerade dabei, einen Teilflächennutzungsplan für die Windenergie aufzustellen. Darin wird festgehalten, welche Flächen für neue Windräder in Frage kommen. Im Vorentwurf waren Teilbereiche in Klein Garnholt, Aschhausen, Dänikhorster Moor, Ekernermoor und Querenstede vorgesehen.
Stellungnahmen
Dazu konnte die Öffentlichkeit im Spätsommer Stellung nehmen. Diese Möglichkeit wurde von Bürgerinnen und Bürgern rege genutzt, auch die zwei Bürgerinformationstage waren mit mehr als 170 Personen gut besucht. Zudem haben sich Behörden und Träger öffentlicher Belange zu den Plänen geäußert.
Die Ergebnisse hat die Verwaltung nun abgewogen und einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt. Wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht, ist das Ergebnis: Die Teilbereiche A (Klein Garnholt) und C (Dänikhorster Moor) fallen weg. Beide mussten aus verschiedenen Gründen (unter anderem Abstand zur Autobahn und Naturschutz) verkleinert werden und erreichen so keine Konzentrationswirkung mehr. Dafür müssten dort mindestens zwei Windräder Platz finden. Die anderen Teilflächen haben sich in ihrer Größe geringfügig geändert.
81,15 Hektar
Vom Vorentwurf zum Entwurf haben sich damit die infrage kommenden Flächen deutlich reduziert: von 1,64 Prozent des Gemeindegebietes (212,7 Hektar) auf 0,63 Prozent (81,15 Hektar).
Es ist zwar nicht festgelegt, welchen Anteil die Gemeinden erbringen müssen, aber der Landkreis muss bis Ende 2026 insgesamt ein vorgeschriebenes Flächenziel (1,32 Prozent des Kreisgebietes) erreichen. Sollte das über die vorangehende Planung der Gemeinden nicht gelingen, müsste der Landkreis Ammerland in einem zweiten Schritt zusätzliche Flächen ausweisen.
Die Gemeinde Bad Zwischenahn muss ihre Planung bis zum 31. Januar abschließen. Sollte der Ausschuss sich für den Entwurf aussprechen und der stets nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss zustimmen, werden die Pläne ein zweites Mal öffentlich ausgelegt.
Der Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt wird sich neben der Windenergie mit zwei weiteren Themen beschäftigen. Auf der Tagesordnung steht auch die Änderung eines Bebauungsplans, die den Bau einer neuen Tankstelle in Aschhausen an der Käthe-Kruse-Straße ermöglichen soll. Das Emder Unternehmen „Score“ hatte dort ein Grundstück gekauft. Außerdem wird über „Tiny Forests“ beraten. Hier geht es um einen Vorschlag für eine erste Fläche, auf der ein solcher „kleiner Wald“ entstehen könnte.
