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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Einrichtungen: Altenheim tief in roten Zahlen

27.04.2013

Edewecht „Wenn man alle Kosten inklusive der Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt, schreiben wir beim Edewechter Alten- und Pflegeheim von 2009 bis 2012 ein Defizit von 720 000 Euro“, sagte Bürgermeisterin Petra Lausch am Freitag in einem Pressegespräch und bestätigte damit entsprechende Informationen der NWZ .

In nichtöffentlicher Sitzung hatte sich nach NWZ -Recherchen der Verwaltungsausschuss am Dienstag erstmals mit der finanziellen Entwicklung der vergangenen vier Jahre in der Einrichtung beschäftigt.

„Für das Alten- und Pflegeheim hat es bis 2009 immer wieder unterschiedliche Abschlüsse gegeben, wir schrieben dabei auch rote Zahlen, doch betrachtet auf einen Zehnjahreszeitraum gab es eine schwarze Null“, ergänzt Rolf Torkel, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, der auch an dem Gespräch teilnahm. Wie Torkel sagte, steckten in dem Defizit von 720 000 Euro auch Sanierungskosten von 190 000 Euro, die aus dem allgemeinen Gemeinde-Etat flossen.

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Defizit stieg

Bestätigt wurde von Lausch und Torkel auch, dass es für die Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012 für das Alten- und Pflegeheim noch keine Jahresabschlüsse gebe. Das habe, so hieß es, mit der Einführung der kaufmännischen Buchführung, der Doppik, zu tun, die ab 2009 in Edewecht gelte. Dabei werde im Gegensatz zur bisherigen Buchungstechnik, der Kameralistik, nicht nur der Geldverbrauch, sondern der Verbrauch an Ressourcen (Ertrag und Aufwand) berücksichtigt. Man arbeite mit Hochdruck an den Abschlüssen für die vier Jahre.

Der Tagesbetrieb sei in dieser Zeit wie gewohnt weitergelaufen, heißt es. 2009 und 2010 habe es mit 26 400 Euro bzw. 25 000 bereits rote, aber eher niedrigere Zahlen im Minus gegeben. 2011 und 2012 sei es trotz geplanter weiterer roter Zahlen zu erheblich größeren Defiziten gekommen.

Das habe sich auch in diesem Winter bestätigt, als man Hochrechnungen für die Jahre 2011 und 2012 machte und bei einem Minus von 95 500 Euro bzw. 173 500 Euro landete. In den vier Jahren seit 2009 summierte sich das Minus ohne Abschreibungen und Sanierungen auf rund 320 000 Euro (die Abschreibungen betrugen 210 000 Euro, die Sanierungen wie schon erwähnt rund 190 000 Euro).

Wie es ferner hieß, seien die  Hochrechnungen in diesem Winter notwendig gewesen, weil sich zum 1. Januar 2013 die Rechtsform für das Edewechter Alten- und Pflegeheim änderte. Seit Jahresbeginn sei die Einrichtung als „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AÖR) rechtlich eigenständig. Vorstand (das heißt Geschäftsführer) dieser AÖR ist Klaus Schweinberger. Bis Januar 2013 war er als Leiter des Amtes für Arbeit und Soziales gleichzeitig auch Leiter des Alten- und Pflegeheimes und für das Tagesgeschäft verantwortlich. Zur AÖR gehört zudem ein Verwaltungsrat mit Bürgermeisterin Petra Lausch an der Spitze.

„Durch die Gründung der AÖR wurden in Edewecht die ambulante Pflege, die die Sozialstation der Gemeinde leiste, mit der stationären Pflege des Edewechter Alten- und Pflegeheimes, zusammengefasst, um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu sparen“, so Lausch. Durch die AÖR sei die wirtschaftliche Situation im Altenheim auch transparenter.

Wie konnte ein Gesamtdefizit von 720 000 Euro für das Altenheim, dessen Hauptgebäude aus den siebziger Jahren stammen und in dem derzeit 43 Bewohner leben, entstehen? Wo wurden wann welche Fehler gemacht, wer übernimmt dafür Verantwortung?

Externer Prüfer

Vor allem zwei Gründe seien für das hohe Defizit entscheidend, so Bürgermeisterin Lausch: die 2011 und 2012 stark gestiegenen Personalkosten, die einher gingen mit Pflege-Erlösen, die wesentlich geringer gewesen seien als erhofft. Der Sachverhalt um das Defizit sei jetzt umfassend aufzuklären. Dazu sei bereits Anfang März ein Wirtschaftsprüfer hinzugezogen worden. Erst wenn diese Ergebnisse vorlägen und die Politik darüber informiert sei, könne man über mögliche Konsequenzen entscheiden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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