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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Altes Handwerk neu entdecken

30.06.2006

HALSBEK Jeden Freitag steht eine Geschichtsstunde der besonderen Art auf dem Stundenplan. Die Grundschüler zeigen großes Interesse.

Von Carsten Bickschlag HALSBEK - Normalerweise stehen bei den Mädchen und Jungen der Grundschule Halsbek Rechnen, Lesen oder Schreiben auf dem Stundenplan. Eine lehrreiche Abwechslung gibt es immer freitags in der fünften und sechsten Stunde. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Heimatverein wird den Schülern der dritten Klassen das Leben und Schaffen vergangener Zeiten näher gebracht.

Unter dem Motto „Halsbeker Alltag – altes Handwerk“ wird den 17 Kindern von Mitgliedern des Heimatvereins gezeigt, wie vor Jahrzehnten die Menschen in Halsbek gelebt und gearbeitet haben. Die Liste der bisherigen Veranstaltungen ist lang: Spinnen, Weben, Gartenarbeit, Plattdeutsch-Unterricht, Kochen, Taue flechten, Kartoffeldruck und der Besuch einer Geigen- und Gitarrenwerkstatt. Besenbinden und Flötenbau standen auch auf dem Programm. Dafür nahm sich der 76-jährige Friedrich Martens aus Halsbek Zeit für die Kleinen. Mit viel Geduld zeigte er den Grundschülern, wie früher Besen aus Sträuchern gebunden wurden. Besonderes Interesse der Kinder weckte der Bau von so genannten „Piepmai-Fleiten“. Mit feinem Geschick fertigte Martens Exemplare dieser Flöten aus Eberesche an und demonstriert, wie man darauf spielt.

„Es macht Spaß, den Kindern altes Handwerk zu zeigen“, sagte Martens. Zudem sei es wichtig, den folgenden Generationen traditionelle Fertigkeiten zu vermitteln. In den nächsten Wochen stehen zunächst noch das Arbeiten mit Filz und der Besuch eines Bauernhofes auf dem Plan. „Es macht Freude zu sehen, wie sich die Schüler für die Heimatkunde interessieren“, meinte Walter Logemann, Vorsitzender des Heimatvereins Halsbek.

Das ehrenamtliche Engagement des Vereins lobte Schulleiter Harald Wöhrmann. „Der Heimatverein ist mit viel Spaß bei der Sache.“ Es sei wichtig, Traditionen und altes Handwerk frühzeitig den Kindern zu überliefern. Und: „Die Schüler sind davon ganz angetan.“

Die „Unterrichtsstunde“ kommt bei den Kindern gut an. „Das gefällt mir sehr gut“, sagte die neunjährige Katja Wardenburg. Sie würde auf diese Weise lernen, wie es früher war. So sieht es auch Henning Ulken. Vor allem fasziniert den Neunjährigen, dass damals alles mit der Hand gemacht wurde. „Die Berufe waren bestimmt anstrengend“, sagte der Drittklässler.

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