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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ambulantes Ethik-Komitee gebildet

23.08.2013

Ammerland Im Ammerland und der Umgebung kümmern sich vier Einrichtungen um das Wohl schwer kranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase: der Hospizdienst Ammerland e.V., die Palliativstation Ammerland-Klinik GmbH, das Ammerland-Hospiz und der Palliativstützpunkt Ammerland/Uplengen. Sie alle handeln nach dem Satz von Cicely Saunders „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“. Die Britin Saunders errichtete 1967 in London das „St. Christophers Hospice“ als besondere Herberge für 50 sterbende Menschen.

Schwere Entscheidungen

Die enge Kooperation der vier Einrichtungen mündete jetzt in die Gründung eines Ambulanten Ethik-Komitees. Nach eigenen Angaben das erste in Deutschland. Eine vernetzte ambulante Ethikberatung sowie eine spezielle Weiterbildung dazu existierten bisher in der Region nicht. „Wir möchten den Menschen Mut machen, wenn es darum geht, Sterbende in Würde zu begleiten“, sagte der Vorsitzende des Ambulanten Ethik-Komitees, Dr. Alfred Blank.

Unter Beteiligung einer großen Zuhörerschaft wurden am Mittwochabend im Kreishaus das 20 Mitglieder umfassende Komitee vorgestellt und seine Aufgaben erläutert. Es besteht aus Medizinern, Fachpflegern, Kranken- und Palliativ-Care-Schwestern, einer Trauerbegleiterin, Rechtsanwältin, Apothekerin und Michael Kühn, Pastor in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Westerstede. Sie wollen Ärzte und Angehörige moralisch unterstützen, wenn es um Entscheidungen in der letzten Lebensphase geht. Hausärzte und pflegende Personen sollen die Möglichkeit einer professionellen, interdisziplinären ambulanten Ethikberatung erhalten. Die häufigste Frage ist die, ob eine künstliche Ernährung erfolgen soll.

„Würdevolles Sterben möglichst in häuslicher Umgebung ist das Ziel aller betreuenden Mediziner und des pflegenden Personals“, sagt Dr. Matthias Kreft, verantwortlicher Mediziner im Stützpunkt. „Nach Gründung des Palliativstützpunktes Ammerland/Uplengen vor vier Jahren haben wir nicht erwartet, dass jährlich durchschnittlich 150 Menschen die Dienste der Palliativmedizin im häuslichen Umfeld in Anspruch nehmen würden“, so Kreft.

In 80 Stunden

Die Mitglieder des Komitees wurden in 80 Stunden Lehrveranstaltung von Dr. phil. Arnd May vom Universitätsklinikum in Halle ausgebildet. May, der auch das Ethikzentrum in Recklinghausen leitet, hielt am Mittwochabend einen Vortrag, in dem er besonders auf medizinische Grundsätze und gesetzliche Bestimmungen einging.

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