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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wirtschaft: Ammerländer Handwerk beklagt Übermaß an Bürokratie

15.01.2016

Bad Zwischenahn Doppelte Beprobungen, horrende Preise für öffentliche Untersuchungen und eine wachsende Dokumentationspflicht sind nur drei Dinge, unter denen Handwerksbetriebe auch im Ammerland leiden und mit denen Vertreter den CDU-Landtagsabgeordneten Jens Nacke konfrontierten. Unter dem Strich war es das Übermaß an Bürokratie, dass die Vertreter der Bäcker- und Fleischerinnung bei einem Gespräch in Bad Zwischenahn vehement beklagten. Insbesondere Niedersachsens Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Christian Meyer (Grüne) bekam sein Fett weg. Dieser schieße beim Kampf um Verbraucherschutz weit über das Ziel hinaus. Niedersachsen setze auf „furchtbare EU-Politik“ oft noch einen drauf.

Malte Luers, Obermeister der Ammerländer Fleischerinnung, legte dar, dass er die Fleischbeschau nicht nur doppelt vornehmen müsse (einmal privat, einmal amtlich): „Wir kontrollieren uns zu Tode“. Er verwies auch auf den nahezu siebenfachen Preis der öffentlichen Untersuchung. Auch der stellvertretende Bäckerei-Landesinnungsmeister Dietmar Baalk sprach von einer „abartigen Abzocke“. Dabei gebe es keine Grundlage für immer mehr Kontrollen. Aus dem Handwerk seien keine Lebensmittelskandale bekannt. Dennoch stelle Politik den Berufsstand unter Generalverdacht.

Heinz Essel, Geschäftsführer der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord, kritisierte eine „großen Belastung der Betriebe“. Die würden von der Administration überfordert. Für das Handwerker gelte deshalb: „Die Vielfalt geht verloren“, betonte Luers. Schon jetzt gibt es im Ammerland nur noch fünf Betriebe in der Fleischer- und 16 in der Bäckerinnung. Wenn zumindest diese erhalten werden sollen, müsse die Politik ganz schnell reagieren, so Essel.

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Nacke sicherte in dem Gespräch, an dem auch Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth, sein Stellvertreter Stephan Siemens, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ammerland Holger Ukena und Frank von Aschwege als Obermeister der Bäckerinnung teilnahmen, zu, die Themen in der Fraktion anzusprechen. Auch ein Treffen des Innungsvorstandes in Hannover mit der Fraktionsspitze wolle er organisieren, kündigte er an.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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