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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Arbeitsmarkt Im Ammerland: Vor der Krise gab es so viele Berufstätige wie noch nie

03.04.2020

Ammerland Bis zum Beginn der Corona-Krise gab es im Ammerland in weiten Teilen der Wirtschaft quasi eine Vollbeschäftigung. Etliche Branchen stöhnten über einen Fachkräftemangel und Azubis wurden von Firmen mit allerlei Dingen wie Führerschein oder Beitrag zum Fitnessstudio gelockt.

Auch im vergangenen Jahr setzte sich der Boom unverändert fort. 44 242 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hat das Landesamt für die Statistik 2019 im Ammerland gezählt. Das klingt bei 124 000 Einwohnern nicht nach sehr viel. In der Statistik sind aber keine Mini-Jobber und Beamten aufgeführt. Zudem ist das Ammerland ein Pendlerland. Mehr Menschen fahren kürzere oder längere Wege zur Arbeit. Fast 20 000 Ammerländer pendeln allein nach Oldenburg.

Die meisten Arbeitsplätze im Landkreis gibt es in Westerstede. Rund 11 000 waren es 2019. Dabei ist die Kreisstadt mit rund 23 000 Einwohnern längst nicht die größte Kommune. Aber: Westerstede hat als einziger Ort im Ammerland einen positiven Pendlersaldo. Es fahren etwa 2000 Menschen mehr zur Arbeit in die Kreisstadt als sie umgekehrt verlassen. Das liegt weniger an den Behörden. Denn dort ist der Beamtenanteil ja recht hoch. Es ist das Gesundheitswesen – allem voran die Ammerland-Klinik. Kreisweit arbeiten 6500 Menschen im Gesundheitsbereich. Mit 15 Prozent Anteil an allen Jobs ist diese Branche im Ammerland sehr groß.

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Im produzierenden Gewerbe sind 13 280 Menschen beschäftigt, ein Großteil davon in Industriebetrieben oder dem verarbeitenden Gewerbe (zusammen 8570 Jobs). Auf dem Bau sind 4357 Personen tätig.

Am stärksten ist der Dienstleistungssektor, der aufgesplittet wird in Handel, Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe (zusammen 13 267 Arbeitsplätze) und in sonstige Dienstleistungen (15 016). Zu letztem gehört unter anderem das Gesundheitswesen.

Kleinster Sektor ist die Land- und Forstwirtschaft, zu der auch Baumschulen gehören. 2679 Arbeitsplätze wurden hier erfasst. Dort gab es nur einen geringen Anstieg an Stellen – 120 von 2011 zu 2019.

Ein Blick auf die Gemeinden zeigt überall stark gestiegene Arbeitnehmerzahlen. In Rastede ist das Plus am größten. Zwischen 2011 und 2019 entstanden hier fast 2500 neue Jobs – ein Plus von über 43 Prozent. Enorme Steigerungen gab es auch in Wiefelstede (34,7 Prozent) und Apen (32 Prozent). In Edewecht (plus 15,1 Prozent) und Bad Zwischenahn (13 Prozent) gab es zwar auch ein ordentliches Job-Plus. Allerdings lag man hier dann doch deutlich unter dem Kreisschnitt von rund 25 Prozent. Westerstede lag mit 24 Prozent knapp darunter.

Wie es weiter geht? Der Boom dürfte durch Corona erstmal sein Ende finden. Zwar ist das Ammerland mit seiner breit aufgestellten Palette an Unternehmen eigentlich nicht so krisenanfällig wie Regionen mit wenigen großen Firmen. Doch Corona trifft einige starke Branchen im Ammerland besonders – die Gastronomie, die Landwirtschaft, die Baumschulisten.

Im März gab es kreisweit bereits 470 Kurzarbeiter. Je länger die Krise dauert, desto mehr drohen auch Insolvenzen. Und wie groß beispielsweise die Konjunkturdelle in der zuletzt boomenden Bauwirtschaft ausfällt, ist noch nicht abzusehen.

Grafik sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Ammerland.

Grafik Beschäftigte gesamt im Ammerland.

Grafik Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen.

Grafik Beschäftigte nach Gemeinden.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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