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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ehrenamt: Päckchen packen am Fließband

16.11.2017

Ammerland Draußen ist es schon stockduster, doch in der Tischlerei Ahlers in Oldenburg herrscht noch reger Betrieb. Wie am Fließband werden leere Kartons gefüllt. Mützen, Handschuhe, Zahnbürsten, Spielzeug und Süßigkeiten packen rund 30 fleißige Helfer in die Päckchen – an einem großen Tisch werden sie liebevoll in weihnachtliches Geschenkpapier gewickelt.

Die Helfer kommen vom Round Table Ammerland, Lady Circle Ammerland und von der Deutschen Bank. Gepackt wird für die Aktion Weihnachtspäckchenkonvoi, die bereits im 17. Jahr veranstaltet wird. Insgesamt 200 örtliche Clubs der deutschen Dachorganisation sind daran beteiligt.

Bei Ahlers werden 500 Päckchen gepackt. Schon bald sollen sie auf Lkw geladen werden, die sich dann auf den Weg in die Ukraine, nach Moldawien und nach Rumänien machen. „Durch Spenden sind 4600 Euro zusammengekommen. Von einem Löwenanteil kaufen wir Geschenke. Ein kleiner Teil wird wiederum gespendet, damit der Konvoi genug Benzin hat“, sagt Meike Niehoff vom Lady Circle Ammerland.

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Ziel ist es, Kindern in armen Gebieten Osteuropas eine Freude zu bereiten. In Kinderheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für Straßenkinder sollen die Pakete Kinderaugen zum Leuchten bringen. „Mittlerweile sind es in ganz Deutschland über 100 000 Päckchen, die zusammenkommen“, sagt sie.

Auch viele Schulen im Ammerland beteiligen sich an der Aktion. Meike Niehoff wünscht sich, dass so rund 1000 Kartons gefüllt werden. Insgesamt 1500 Geschenkkartons kämen dann aus dem Ammerland. Die Azubis der Business Technology Consulting AG Oldenburg (BTC) werden sie am Dienstag, 21. November, aus den Schulen abholen.

Die Reise nach Osteuropa beginnt Anfang Dezember. Auch Markus Quathamer aus Bloh und Henning Hinrichs aus Godensholt werden in einem Lkw sitzen und ins 2200 Kilometer entfernte Odessa in der Ukraine fahren. Sie gehören zu den Großspendern der Aktion. Sowohl die Firma Hinrichs Metall- und Fahrzeugbau als auch Quathamer Garten- und Landschaftsbau haben 1000 Euro gespendet, ebenso die Deutsche Bank. „Wir haben uns dazu entschieden, auf Weihnachtspräsente für unsere Geschäftskunden zu verzichten und stattdessen in Geschenke für Kinder in der Ukraine zu investieren“, erklärt Henning Hinrichs.

Rund zehn Tage werden sie unterwegs sein und die Pakete persönlich vorbeibringen. Bis sie in der Ukraine ankommen, werden zweieinhalb Tage vergehen. Dieser Aufwand lohne sich aber, finden die beiden.


Mehr Infos unter   www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de 
Ein Video sehen Sie unter   www.nwz-online.de/videos 
Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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