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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Im Ammerland wird’s brandgefährlich

27.07.2018

Ammerland Rasenflächen sehen wie eine Steppenlandschaft aus, Rhododendren rollen die Blätter ein, Bäume werfen schon Laub: Die anhaltende Trockenheit ärgert nicht nur Gartenbesitzer, sie ist im wahrsten Sinn des Wortes auch brandgefährlich. Überall im Landkreis Ammerland besteht hohe Waldbrandgefahr. Die Kreisverwaltung ruft daher zu besonderer Vorsicht auf.

Völlig verbrannt: Ein Traktor mit der dahinter angebrachten Rundballenpresse. BILD: Claus Stölting

Erstes Feuer durch die Hitzewelle

Ein Stoppelfeld ist am Donnerstagnachmittag in Hollen in Brand geraten. Ursache war eine Rundballenpresse, die Feuer gefangen hatte. Die dabei entstandene, dunkle Rauchsäule war bis Rastede zu sehen.

Die Großleitstelle in Oldenburg meldete zunächst verdächtigen Rauch in Herrenhausen im Bereich der Einmündung Wapeldorfer Straße/Feuerweg. Das Feuer war jedoch in Hollen im Bereich des Feldweges ausgebrochen – auf einem Stoppelfeld, das von grünem Mais umgeben war. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Garnholt, Rastede, Wiefelstede, Spohle und die Technische Zentrale Elmendorf rückten zum Einsatz aus. Die Landwirte beteiligten sich mit einem Tankwagen an den Löscharbeiten, das Feuer wurde schnell gelöscht. Das Feld war auf hunderten von Quadratmetern verbrannt. Traktor und Rundballenpresse wurden ein Raub der Flammen. Schaden: 200 000 Euro. Verletzt wurde nach Angaben der Rasteder Polizei niemand.

„Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht flächendeckend für den gesamten Landkreis ein hohes Risiko“, betont Jan Hobbiebrunken, Leiter des Amtes für Umwelt und Wasserwirtschaft. Aktuell gelte bereits Stufe 4 und damit die zweithöchste Gefahrenstufe.

Was bedeutet das im Einzelnen?

Es darf kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzündet werden. Das gilt auch fürs Grillen in der Natur – etwa beim Picknick oder Campen. Nicht nur das trockene Gehölz, sondern auch das an Feldrändern gelagerte Stroh entzündet sich rasch.

Wie sieht’s mit dem Grillabend zu Hause aus?

„Das ist erlaubt“, sagt Jan Hobbiebrunken. Allerdings sollten auch dabei Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Also: Einen befestigten Untergrund wählen und zwei Eimer Wasser in der Nähe abstellen oder einen Feuerlöscher. „Nach dem Grillen sollte die Grillkohle abgelöscht und auf keinen Fall noch glühend in die Mülltonne entsorgt werden“, warnt der Amtsleiter.

Was ist sonst noch zu beachten?

Es sollten keine brennenden Zigarettenreste in die Natur geworfen werden. Draußen sollte ganz aufs Rauchen verzichtet werden, rät Hobbiebrunken. Der Landkreis warnt ebenfalls dringend davor, Autos mit Katalysator über höherem trockenen Gras abzustellen. Auch Flaschen bergen Gefahren. Scherben können wie ein Brennglas wirken und trockenes Gras oder Holz entzünden.

Wenn es regnet, ist dann die Gefahr gebannt?

„Nein“, sagt Hobbiebrunken. Ein Schauer ändere nichts an der Situation. „Das Wasser verdunstet rasch und erreicht nicht die tieferen Bodenschichten. Die Großwetterlage müsste sich schon grundlegend ändern, damit die Gefahrenstufe wieder sinkt.“

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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