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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Nutrias geht es nun an den Kragen

03.08.2018

Ammerland Sie sehen vielleicht putzig aus, richten aber schwere Schäden an und sind ein echtes Problem für die heimische Natur: Nutrias verbreiten sich auch im Ammerland immer mehr. Um die Ausbreitung der invasiven (also nicht heimischen) Art aufzuhalten, hat die Ammerländer Wasseracht nun 20 Lebendfallen an sieben Hegeringe im Landkreis Ammerland, aber auch an drei angrenzende Hegeringe aus Barßel, Bösel und Garrel gespendet.

„Invasive Arten werden uns noch richtig Zeit, Geld und Mühe kosten“, mahnt Andre Westerkamp. Der Barßeler hat die Lebendfalle entwickelt, konzipiert ist dieser Fallentyp vor allem für am Wasser lebende Arten.

Die Falle hat einen simplen Mechanismus: Das Tier wird durch einen Köder angelockt (Nutria mögen Karotten oder auch Salat), in der Mitte der Falle ist ein kleines Trittbrett angebracht. Steigt das Tier dort drauf, löst es einen Mechanismus aus, und die Klappen der Falle gehen zu. Mittels eines Fallenmelders bekommt der zuständige Jäger eine Nachricht auf sein Handy, dass die Falle nun besetzt ist. Dann muss er nur noch nachschauen, ob wirklich eine Nutria in der Falle steckt oder ob sich beispielsweise ein Fuchs darin verirrt hat. Erst dann wird die gefangene Nutria fachmännisch erlegt.

Die Lebendfalle erscheint auf den ersten Blick mit über einem Meter recht groß. Ausgewachsene Nutria werden aber mit einem halben Meter auch sehr groß und können bis zu zehn Kilogramm schwer werden. Nach Aussagen einiger Jäger können die Nager selbst einen Jagdhund mit ihren Zähnen verletzen oder unter Wasser ziehen. Männliche Tiere werden in der Regel größer als Weibchen. Ursprünglich kamen die Nutrias zur Pelzzüchtung nach Europa.

Mit der Zunahme der Population steigen auch die Schäden an Gewässern, Deichen und auf landwirtschaftlichen Flächen. Bekannt sind Nutrias dafür, dass sie zum Beispiel Dämme unterhöhlen. Das macht diese unstabil.

Nutrias pflanzen sich mehrmals pro Jahr fort, aber auch die klimatischen Bedingungen seien ein Grund, warum die Population so stark ansteige, erklärt Andre Westerkamp. Dort, wo im Verbandsgebiet der Wasseracht das höchste Vorkommen an Nutrias festgestellt wurde, sollen auch die meisten Fallen platziert werden. Das Vorkommen lässt sich anhand der Streckenberichte festmachen.

Tonia Hysky
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2154

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